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Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Zwei Göttinger Wissenschaftler erhalten wichtigsten Nachwuchspreis

Juniorprofessorin Dr. Hannah Markwig und Dr. Ansgar Reiners von der Universität Göttingen erhalten den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2010 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
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Die DFG würdigt damit die außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen der beiden Nachwuchswissenschaftler auf ihrem jeweiligen Gebiet: Juniorprofessorin Markwig leitet am Courant Forschungszentrum „Strukturen höherer Ordnung in der Mathematik“ die Nachwuchsgruppe „Tropische algebraische Geometrie“. Dr. Reiners leitet am Institut für Astrophysik eine Emmy-Noether-Forschungsgruppe, die sich mit der magnetischen Aktivität von sonnenähnlichen Sternen und planetenähnlichen Objekten befasst. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird jedes Jahr sechs herausragenden jungen Wissenschaftlern verliehen und gilt als die wichtigste Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs in Deutschland. Das Preisgeld von jeweils 16.000 Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung. Die Preisverleihung findet am 20. Mai 2010 in Bonn statt.
Der Sprecher des Courant Forschungszentrums, Prof. Dr. Thomas Schick, sagte, „Hannah Markwig hat sich in der algebraischen Geometrie international große Anerkennung erworben. Sie ist hervorragend in die Forschergemeinschaft eingebunden und gehört zu den weltweit führenden Nachwuchswissenschaftlern auf ihrem Gebiet.“ Hannah Markwig erklärte: „Der Preis ist eine große Würdigung meiner bisherigen Forschung und macht mir Mut für meine weitere wissenschaftliche Arbeit. Er bedeutet gleichzeitig auch eine Anerkennung des gesamten Fachgebiets.“ Die tropische Geometrie ist eine neue Form der algebraischen Geometrie, mit deren Hilfe komplizierte Berechnungen beispielsweise in der Physik erst möglich wurden. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Biomathematik, wo mit dieser Methode in Modellrechnungen zum Beispiel die Ausdifferenzierung von Arten im Laufe der Evolution untersucht wird.
Hannah Markwig, Jahrgang 1980, studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Kaiserslautern und Berkeley (USA). Sie wurde 2006 an der Technischen Universität Kaiserslautern promoviert und arbeitete im Anschluss daran als Postdoktorandin und als Assistant Professor an der amerikanischen University of Michigan in Ann Arbor. Seit Juni 2008 ist sie Juniorprofessorin an der Universität Göttingen. Das Courant Forschungszentrum „Strukturen höherer Ordnung in der Mathematik“ wird aus Mitteln der Exzellenzinitiative gefördert.
Prof. Dr. Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik sagte, „Ansgar Reiners ist ein international anerkannter Wissenschaftler im Bereich der stellaren Astrophysik, wo er zwei Arbeitsgebiete selbstständig erarbeitet und durch neue Ansätze von Beobachtungs- und Analyseverfahren maßgeblich vorangebracht hat. Mit einer von ihm entwickelten Methode gelang der erste spektroskopische Nachweis differentieller Rotation in einem Stern. Ein anderes seiner Verfahren ermöglichte die erste direkte Messung von Magnetfeldern in besonders kühlen Sternen.“ Die Nachwuchsgruppe um Dr. Reiners untersucht Sterne, Planeten und so genannte „Braune Zwerge“, die wie Sterne entstehen, aber Eigenschaften von Planeten aufweisen. Die Forschung soll Aufschluss geben über die Entstehung und den Einfluss von Magnetfeldern der Sonne sowie der Sterne und Planeten.
Ansgar Reiners, Jahrgang 1973, studierte Mathematik und Physik in Heidelberg. Er wurde 2003 an der Universität Hamburg promoviert. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem an die schwedischen Universitäten Uppsala und Lund sowie an die University of California in Berkeley (USA). Seit April 2007 leitet er am Institut für Astrophysik der Universität Göttingen die Emmy-Noether-Forschungsgruppe „High Precision Astrophysics – Magnetic Activity from Stars to Planets“, die von der DFG gefördert wird.

pug


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