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Berufsausbildung entspezialisieren

Zweifelhafte „Warteschleifen“ nach Schulzeit

Der Göttinger Sozialwissenschaftler Prof. Martin Baethge hat eine Stärkung der allgemeinen Grundbildung in den Schulen und eine Entspezialisierung der Berufsausbildung gefordert.

Ausbildung eines Programmierers: Mit dem Niveau des Bildungsabschlusses steigt die Bereitschaft zur betrieblichen und allgemeinen Weiterbildung, belegen aktuelle Studien.

© dpa
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Er begründete seine Forderung mit der Erkenntnis, dass „in etwa jede zweite Erwerbsperson, die in eine andere als die gelernte Tätigkeit wechselt, tut dies in den ersten fünf Jahren nach Ausbildungsabschluss“. Dies sei aus Untersuchungen zum Berufsverlauf bekannt, erklärte Baethge auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Mainz.

Angesichts des schnellen Wandels der Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt führe an mehr allgemeiner Grundbildung kein Weg vorbei, sagte Baethge. Die Mittlere Reife müsse künftig zum Regelschulabschluss werden. Dazu sollte die Sekundarstufe I bis Klasse zehn als Ganztagsschule neu konzipiert werden. Zugleich müsse die Berufsorientierung im Unterricht verbessert und die Schule Schülern mehr Hilfe bei der Berufswahl anbieten.

Der ehemalige Soziologieprofessor der Georg-August-Universität ist Mitglied im Präsidium des Soziologischen Forschungsinstituts (SOFI) in Göttingen. Das 1968 gegründete Institut untersucht auch Bildungsprozesse und -verläufe. Baethge verwies darauf, dass junge Menschen heute bei Eintritt in eine betriebliche Ausbildung im Schnitt 19 Jahre alt seien. Wesentlicher Grund dafür sei die Ausweitung eines Übergangssystems zwischen Schule und Berufsausbildung mit „Warteschleifen“ von oft zweifelhaftem Nutzen. Bei einer Reform der Ausbildungsinhalte könnte auch die Dauer einer Lehre flexibler geregelt werden.

Die sozialen Folgen von niedrigen Schul- und Berufsbildungsabschlüssen seien erhöhte Arbeitsmarktrisiken, mangelnde Flexibilität und eine zu geringe „Teilhabe an Weiterbildung“, sagte Baethge weiter. Neue Forschungsarbeiten, die auf der Konferenz in Mainz vorgestellt wurden, belegten frühere Studien, wonach die Bereitschaft zur betrieblichen wie allgemeinen Weiterbildung mit dem Niveau des Bildungsabschlusses steigt.

jes/dpa


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  • Schule und Ausbildung Ausbilder – 20.03.10
    Seit Jahren werden unsere Grundwerte (Ordnung,Fleiß, Respekt und Pünktlichkeit)in der Schule und Ausbildung mit Füßen getreten.Schüler und Auszubildende müssen heute gar nichts mehr, sie haben ja die Möglichkeit darüber zu reden. Diese ewige Diskussionen ohne Handeln ist für unsere Unternehmen nicht mehr tragbar. Hier muss ganz speziell eine Härtere Hand angezeigt werden. Sozialpädagogisches Geschwätz, sowie Pisa Studien sind der Deckmantel für die Dilettantische Arbeitsweisen der Schulen und Sozialpädagogen.
    Es wir Zeit, wieder zu alten Werten zurückzukehren und mit Respekt an die Sache ran zugehen. Wer nicht möchte und nicht bereit ist etwas zu tun, der sollte auch nichts bekommen. Wir brauchen Fachkräfte und keine Verweigerer Auch das Niveau ist stark gesunken. Härter durchgreifen und Sortieren.

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  • Qualifikation der Schulabgänger Ausbildungsbetrieb – 20.03.10
    wir sind Ausbildungsbetrieb und bei uns bewerben sich im Jahr ca. 600 bis 800 Auszubildende.
    Davon sind 1/4 Hauptschüler, 1/3 Realschüler, der Rest Abiturienten.

    Das Bildungsniveau bei allen Genannten ist für uns nicht ausreichend. Wir sind eine international tätige Werbeagentur.

    Nach unserer Meinung ist die Ursache in den Schulträgern zu suchen, weil die Pädagogen ganz offenbar in vielen Fällen selbst
    unterqualifiziert sind.

    Den Jugendlichen wird nicht ausreichend vermittelt, dass nur überdurchschnittliche Leistung, Engagement und Qualifizierung zum beruflichen dauerhaften Erfolg führt.
    Es fehlt uns als Arbeitgeber an geeigneten qualifizierten Bewerbern.
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