Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Göttingen anzutreten?
Die politische Gefahr (1948) an der damaligen Berliner Linden-Universität
Denke ich an Göttingen, denke ich sofort an…
…den Winter 1948/49 im damaligen „Fritjof-Nansen-Heim“ und an die nach meinem Eindruck Besorgnis erregend konservativ-reaktionäre Atmosphäre in der Stadt.
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Die Enttäuschung, einsehen zu müssen, dass mein Talent nicht ausreichte, um mich eines Tages für den Nobelpreis für Physik zu qualifizieren.
Was war Ihr Lieblingslokal, beziehungsweise Ihr Lieblingsort in Göttingen?
Der Bahnhof.
Welcher Hochschullehrer hat Sie beeinflusst, beziehungsweise welches Studienangebot hat Sie besonders beeindruckt?
Der damalige Rektor Ludwig Raiser, dessen eindrucksvolle Persönlichkeit erheblich zum Abbau meines anfänglichen Widerwillens gegen die Georgia Augusta beigetragen hat.
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?
Durch den Umgang mit Kommilitonen.
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Dasselbe: Jura.
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Verantwortungsbewusstsein gepaart mit Freude am Leben.
Welchen Ort in Göttingen würden Sie gerne einmal wiedersehen?
Mein damaliges Wohnheim (heute ist dort das Goethe-Institut untergebracht).
Welchen Tipp haben Sie für heutige Studierende?
Scheuklappen und Hochmut vermeiden.
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