Studieren lohnt sich meist auch finanziell: Die sogenannte Bildungsrendite, also die Verzinsung des während des Studiums entgangenen Einkommens durch höhere Verdienste im Berufsleben, liegt bei jährlich 7,5 Prozent, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag in Köln mitteilte. Durch ein kürzeres Studium können sich die Verzinsung und auch die Einnahmen des Staates weiter erhöhen. Sinkt die durchschnittliche Dauer von sechs auf fünf Jahre, klettert die Rendite laut IW auf 8,6 Prozent. Die öffentliche Hand nimmt demnach durch die höheren Steuer- und Abgabenzahlungen je Akademiker 11.700 Euro zusätzlich ein.
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärte, die Zahlen zeigten eindrucksvoll, dass sich Bildung auszahle. Investitionen in Bildung machten Wohlstand für den Einzelnen und für die Gesellschaft möglich. Dies sei auch ein deutliches Signal an alle Eltern, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren.
dpa