„Doch mit einer 130 Personen starken chinesischen Delegation besucht die höchste Anzahl von hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Bildung die Stadt Göttingen“, erklärt der Göttinger Universitätspräsident Prof. Kurt von Figura beim eröffnenden Pressegespräch der unter dem Motto stehenden Woche „China: Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur – Zusammen auf dem Weg des Wissens“ im Aulagebäude. Neben Figura waren auch Vertreter der Partneruniversitäten Nanjing, Anhui und Beijing anwesend.
„Glücklich“ ist Figura über das Funktionieren der deutsch-chinesischen Kooperationen zwischen der Georgia Augusta und ihrer chinesischen Partneruniversitäten: „Unsere Beziehungen zu China sind vielfältig, am stärksten jedoch zur Universität Nanjing“.
Nanjing ist mit rund 100 Delegierten bei der China-Woche in Göttingen vertreten, teilt Prof. Rong Zhang, Vizepräsident der Universität, mit. Er betonte, dass seit 1984 Kontakte zur Georgia Augusta bestehen, die 2001 offiziell von den Regierungen anerkannt wurden. Die Kooperationen auf den verschiedenen Wissenschaftsgebieten seien eine Erfolgsgeschichte.
Auch Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) ist über die Kooperationen „sehr froh“, möchte jedoch in Zukunft noch stärker, dass „Göttingen eine gute Adresse für chinesische Studenten wird, wenn diese mit dem Gedanken spielen, in Deutschland zu studieren“.
Die „sehr guten Beziehungen Chinas zu Deutschland“ betont auch Dr. Feng Jiang vom Botschaftsrat der Chinesischen Botschaft in Berlin. „Rund 25 000 chinesische Studenten studieren heute in Deutschland, umgekehrt sind es etwa 4000 deutsche in China. Der akademische Austausch ist also keine Einbahnstraße mehr“, stellt er fest. Gerade die Universität Göttingen spiele eine „Pilotrolle“, besonders durch die Eröffnung des Centre for Modern East Asian Studies (Cemeas), das das „größte und teuerste Projekt“ sei, dass China mit einer ausländischen Universität plane.
„Generationen von Diplomaten wurden bei uns ausgebildet“, erklärt Prof. Xueyi Yang, Vorsitzender des Universitätsrats der Partneruniversität Beijing Foreign Studies University. Heute studieren etwa zehn Studenten an der Universität Germanistik, „da gibt es noch Ausbaupotential“, stellt er fest. Auch beim Austausch von Lehrkräften: „Noch viel mehr deutsche Forscher sollen kommen“.
Prof. Hua Cheng, Präsident der Anhui University berichtet über den Aufbau einer Deutschabteilung an seiner Universität, die in Zusammenarbeit mit der Uni Göttingen und dem Land Niedersachsen entsteht. „Wir glauben, dass wir gemeinsam noch weitere Berge besteigen können.“
Von Corinna Berghahn
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