Sie macht so viele Worte wie nötig. Ulrike Beisiegel sagt: „Ich will Sie nicht zutexten.“ In Hamburg sei das so eine Redensart. Sie überzeugt, ohne das Gefühl zu vermitteln, von sich unerschütterlich überzeugt zu sein. Dabei hat sie allen Grund dazu. Einstimmig ist sie gewählt worden. Nichts ist mehr zu hören von der Entmachtung des Senats, der auf die Empfehlung der Findungskommission angewiesen ist. Mit jedem Gespräch, das sie in den vergangenen Wochen mit Göttinger Universitätsleuten führte, hat sie überzeugt und das Murren gegen die „Dame aus dem hohen Norden“ in Sympathie für ihre Person und ihre Ziele umgekehrt. Sie weiß auch darum, dass sie als erste Frau an der Spitze der Universität in einer besonderen Situation ist. Aber das dürfte für sie das kleinste Problem sein. Denn die Frau ist plietsch.
Von Angela Brünjes
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