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Höchste Auszeichnung

Chirurg Peiper erhält die Haller-Medaille


Können, Erfahrung, Selbstbeherrschung, Mut und ein hohes Maß an Humanität – diese Dinge zeichnen einen guten Chirurgen aus“, so hat es Prof. Hans-Jürgen Peiper formuliert. Von 1969 bis 1994 war er Inhaber des Lehrstuhls Chirurgie und Direktor der Abteilung Allgemeinchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen an der Georg-August-Universität Göttingen.

Chirurg: Hans-Jürgen Peiper

© EF

Dafür ehrt ihn die Medizinische Fakultät Göttingen mit ihrer höchsten Auszeichnung: der Albrecht von Haller-Medaille.

Verliehen wird die Medaille Peiper in Anerkennung und Würdigung seiner besonderen Verdienste um das Ansehen der Göttinger Chirurgie, seiner aktiven Bewusstmachung ihrer großen Tradition und seines Wirkens als Hochschullehrer der Medizinischen Fakultät Göttingen. Die feierliche Verleihung beginnt am Mittwoch, 5. Oktober, um 16 Uhr in der Aula der Georg-August-Universität Göttingen, Wilhelmsplatz 1.

Die Einführung „Der Chirurgische Lehrstuhl Göttingen“ spricht Prof. Heinz Becker, Direktor der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Die Laudatio hält Prof. Jörg Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Heidelberg. Prof. Dr. Hans-Jürgen Peiper hält den Festvortrag „Sternstunden der Chirurgie in unserer Zeit“.

Die chirurgische Tradition zu bewahren und dabei Neuerungen offen zu bleiben, dieser Brückenschlag ist kennzeichnend für die Arbeitsweise Peipers, heißt es in einer Mitteilung der UMG zur Verleihung der Haller-Medaille. Vor allem die minimal-invasive Chirurgie hat Peiper in 25 Jahren maßgeblich vorangetrieben. Er etablierte die zur damaligen Zeit fortschrittlichen Verfahren der Endoskopie, der Laparoskopie und der Sonographie. Außerdem wurden auf dem Gebiet der Transplantationschirurgie unter seiner Führung die Voraussetzungen für Leber- und Bauchspeicheldrüsentransplantationen geschaffen.

Peiper, 1925 in Frankfurt geboren, war nach dem Medizinstudium in Mainz und einer Ausbildung in den USA in Marburg und Köln tätig. 1969 folgte er dem Ruf der Universität Göttingen. Die Albrecht von Haller-Medaille wird seit 1959 verliehen; in diesem Jahr zum 23. Mal. Haller wirkte von 1736 bis 1753 in Göttingen und entwickelte die Medizinische Fakultät zum Mittelpunkt naturwissenschaftlich orientierter medizinischer Lehre und Forschung.

eb/jes

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