Ein Konvent des Dominikanerordens hat sich Ende des 13. Jahrhunderts in Göttingen angesiedelt. „Das Privileg zur Niederlassung in der Stadt haben die Dominikaner 1294 erhalten“, weiß Dr. Ernst Böhme, Leiter des Stadtarchivs. Der Orden nutzte die heutige Paulinerkirche sowie die Alte Universitätsbibliothek als Klosterkomplex.
„Das war kein ganz kleines Kloster“, meint Böhme. Rund 20 Dominikaner hätten dort in Gemeinschaft gelebt, so seine Einschätzung. Dass die Paulinerkirche die „raummäßig größte Kirche“ in Göttingen sei, liege an der Ausrichtung des Ordens. Als Predigerorden versuchten die Dominikaner, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. „Meister Eckhart war der Regionalverantwortliche des Ordens“, umschreibt Böhme die Verbindung des bekannten Mystikers zu Göttingen.
„1533 sind die letzten Dominikaner-Mönche aus Göttingen weggegangen“, erklärt Böhme. 53 Jahre später wird im ehemaligen Pauliner-Kloster das Pädagogium (Gymnaisum illustre) eingeweiht, „eine Vorstufe der Universität“, so der Stadtarchivar.
bd
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