Chinesische Studenten bilden einen Großteil der ausländischen Studierenden der Georgia Augusta. Vom 6. bis 9. Juli wird die Georg-August-Universität eine China-Woche ausrichten, die Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur der Volksrepublik zum Thema haben. Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität, hat federführend die Woche organisiert und ist überzeugt, dass es „eine der interessantesten China-Wochen ist, die in Deutschland stattfindet“.
Vielleicht ist deshalb auch die Resonanz von chinesischer Seite größer als erwartet: 130 Gäste haben sich angemeldet, darunter eine 30-köpfige Wirtschaftsdelegation und das Orchester der Universität Nanjing. „Diese große chinesische Beteiligung an der Göttinger China-Woche ist für die deutschen Chinawochen einzigartig und auch ein Zeichen dafür, wie angesehen die Aktivitäten der Forschungsuniversität Göttingen in China sind“, erklärt Casper-Hehne.
Das Programm bietet verschiedene Möglichkeiten, nicht nur über China etwas zu erfahren, sondern mit Vertretern verschiedener Institutionen des Landes ins Gespräch zu kommen. Neben Botschafter Wu Hongbo kommen Vertreter der Universitäten Nanjing, Peking und des Erziehungsministeriums zur Eröffnung der Göttinger China-Woche und weitere Landesvertreter sind an den Veranstaltungen der folgenden Tage beteiligt.
Das Engagement der Georgia Augusta in China hat sich mit der Eröffnung der Repräsentanz in Nanjing im vergangenen Jahr vergrößert. China gehört neben Indien und Süd-Korea zu den drei asiatischen Staaten, die im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Göttinger Universität ausgewählt wurden. Das ist ein Teil des Göttinger Zukunftskonzeptes der Exzellenzinitiative.
Der Eröffnunngstag der China-Woche am Dienstag, 6. Juli, wird zugleich Gründungstag für das „Centre for Modern East Asian Studies“ (CeMEAS)sein. Das steht mit zwei vom Erziehungsministerium der VR China gestifteten Professuren in besonderer Weise für die neue Form der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung. Das neue Institut will auch einen Studiengang zur Ausbildung von Lehrern für Chinesisch als Fremdsprache an deutschen Schulen und Bildungseinrichtungen zu schaffen. Germanistin Casper-Hehne, die das Deutsch-Chinesische Institut für interkulturelle Germanistik und Kulturvergleich auf den eg gebracht hat, erklärt dazu: „Chinesisch ist nicht mehr nur die Sprache mit den weltweit meisten muttersprachlichen Sprechern, sondern auch sowohl hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts als auch der Nutzung im World Wide Web nach Englisch die zweitwichtigste Sprache der Welt geworden ist.“
Die Göttinger China-Woche ist die letzte der Veranstaltungen im deutsch-chinesischen Jahr von Mitte 2009 bis Mitte 2010. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Im Sommersemester beteiligen sich daran mehr als 45 Hochschulen mit einem China-Tag oder einer China-Woche: „Zusammen auf dem Weg des Wissens“ ist das Motto.
Wirtschaft und Wissenschaft
Einige Programmpunkte der China-Woche:
- 6. Juli: „Tendenzen und Perspektiven der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur“, Podiumsdiskussion um 17 Uhr in der Aula der Universität, Wilhelmsplatz 1.
- 7. Juli: Nanjing-Tag mit Informationen über Forschung und Studium in Nanjing von 10 bis 12 in der Pauliner Kirche, Papendiek 14. Fortsetzung ab 13 Uhr im und am Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5. Das Chinese Folk Orchestra der Universität Nanjing spielt um 19.30 Uhr im Alten Rathaus, Markt 9.
- 8. Juli: China als Studienstandort von 9 bis 14 Uhr in der Mensa am Turm, Goßlerstraße, und als Wissenschaftsstandort in der Paulinerkirche von 14 bis 17 Uhr.
- 9. Juli: China und die Wirtschaft von 14 bis 17 Uhr in der Wilhelmsplatz-Aula mit Vertretern deutscher Firmen, die in China aktiv sind.
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