Göttingen.
1963 wurde Kahlweit Wissenschaftliches Mitglied an einem der Vorgängerinstitute des MPI. Am Aufbau des neu gegründeten MPI für biophysikalische war er ab 1971 maßgeblich beteiligt. In dem Jahr wurde er auch Leiter der Abteilung „Kinetik der Phasenbildung“ bis 1996.
Kahlweit forschte über Kristallwachstum, Phasendiagramme komplexer Systeme und Mikroemulsionen. Damit lieferte er wichtige Erkenntnisse für die Anwendung physiko-chemischer Methoden, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Die Methoden trugen dazu bei, grundlegende Mechanismen biologischer Prozesse besser zu verstehen.
Der Wissenschaftler war im Gründungssenat der Universität Bremen und kommissarischer Leiter des MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam. Kahlweit galt als kenntnisreicher Musikliebhaber. Er war Mitglied der Jury „Preis der deutschen Schallplattenkritik“.
1963 trat der Physiker in die SPD ein und gehörte 1968 zu den Gründungsmitgliedern des damaligen Ortsvereins Hetjershausen. Von 1970 bis zur Eingemeindung nach Göttingen im Jahr 1973 war Kahlweit Bürgermeister von Hetjershausen. 1973 wurde Kahlweit in den Rat der Stadt Göttingen gewählt, 1974 wurde er Vorsitzender der SPD-Fraktion. Aus beruflichen Gründen legte er im August 1979 sein Ratsmandat nieder.
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