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Tag der offenen Tür beim DLR

Windkanäle, Tunnel, Tornados und Dummys

Von Angela Brünjes

Am Sonntag öffnete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach neun Jahren wieder, um zu zeigen, was erforscht wird: 7150 Besucher kamen am Sonntag auf das Gelände an der Bunsenstraße.

Besucher in der DLR-Flugzeughalle: Tageblatt-Fotograf Peter Heller (Mitte) fotografiert die Aufnahme der Wärmebildkamera.

© Heller

Viele Dummys machen Pause. Sie liegen unter dem Attrappen-Triebwerk der Do 728. 30 der 70 Plätze in dem Forschungsflugzeug wollen viele der Besucher des Tages der offenen Tür im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen besetzen.

Die DLR-Mitarbeiter Xhevahire Zani und Andre Heider erklären im zehn Minuten-Takt, wie der Jet in die Halle gekommen ist und wie er für Klima- und Lärmuntersuchungen in Flugzeugkabinen genutzt wird.

Seit 1907 wird auf dem Areal des heutigen DLR geforscht. Ludwig Prandtl machte in Göttingen aus der Aerodynamik eine anerkannte Wissenschaft. Über „Die Wiege der Luftfahrtforschung“ berichtet ein neuer Film, der am Sonntag erstmals gezeigt wurde. Der sieben Minuten-Streifen zeige auch, „dass Göttingen der traditionsreichste und älteste Standort des DLR ist“, erklärte Standortleiter Prof. Joachim Bock. Heute arbeiten die 430 Fachleute des DLR an den „Flugzeugen, Raumschiffen und Hochgeschwindigkeitszügen der Zukunft“.

Von all dem bot das Programm etwas. Windkanalforschung wurde anschaulich im DLR School-Lab erklärt mit Flügelmustern und deren Auswirkung auf den Luftstrom. Wie die Aerodynamik von schnellen Zügen im Tunnel wirkt, zeigten DLR an der einzigartigen Göttinger Tunnelsimulationsanlage. Und für die Raumfahrt-Interessierten war der Hochenthalpiekanal eine wichtige Station: Dort entstehen Temperaturen von 5000 Grad Celsius, so heiß wie auf der Sonne, und Hyperschall und Wiedereintritt von Raumfahrzeugen in die Erdatmosphäre werden getestet.

Bei den Besuchern kam das DLR-Angebot gut an. Mehr als erwartet kamen. Und trotz Wartezeiten, waren die meisten begeistert von den Information. „Ich interessiere mich für Raumfahrt und möchte viel sehen“, sagte Malte Lehmann (12) aus Klein Wiershausen. Magda Becker aus Niestetal war gekommen, um sich von ihren Enkeln das School-Lab zeigen zu lassen. Dabei erfuhr sie auch, wie sich ein Tornado entwickelt. Im stillgelegten Windkanal war ein Luftwirbel-Modell zu sehen.

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