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Hornhautverpflanzung: Große Fortschritte in der Augenheilkunde

Anzeige Hornhautverpflanzung: Große Fortschritte in der Augenheilkunde

Die ersten Hornhautverpflanzungen wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt. Die Technik wurde kontinuierlich von verschiedenen Augenärzten im Laufe der Zeit verfeinert.

Präzises Arbeiten ist eine Voraussetzung der Augenheilkunde.

Quelle: r

Vom operativen Prinzip hatte sich dann über Jahrzehnte wenig verändert. Kam es zu Trübungen oder Verkrümmungen in der optischen Achse der Hornhaut, wurde sie meist durchgreifend ausgeschnitten und durch eine ebensolche Spenderhornhaut ersetzt. Vielen Patienten hat diese Technik geholfen, eine bessere Sehfähigkeit zu erreichen.

Nachteil der perforierenden Keratoplastik ist, dass nicht immer der „perfekte Deckel für den perfekten Topf“ gefunden oder eingepasst werden kann. Dies führt zu einer Hornhautverkrümmung, die das visuelle Ergebnis beeinträchtigen kann. Die Schnittstellen erreichen nicht die Festigkeit des übrigen Hornhautgewebes, so dass bei Traumata die ehemaligen Wunden aufplatzen können. Andere Probleme sind eine herabgesetzte Empfindlichkeit der Spenderhornhaut wegen der fehlenden, da durchtrennten Nerven. Die Transplantatüberlebensdauer ist je nach Grunderkrankung eingeschränkt, so dass viele Patienten in ihrem Leben mehrere Keratoplastiken benötigen.

Um bei Erkrankungen der tieferen Hornhautschichten die eigene Hornhautoberfläche des Patienten zu erhalten, begannen Augenärzte Anfang 2000 nur die tieferen erkrankten Anteile zu entfernen und durch Spendergewebe zu ersetzen. Die Technik verfeinerte sich über die Jahre, so dass heutzutage bei einer Erkrankung der Endothelzellen an der Innenseite der Hornhaut nur die Deszemetmembran mit den kranken Zellen des Empfängers entfernt wird und durch eine mit gesunden Epithelzellen des Spenders ersetzt wird.

Seit 2013 wird in unserer Klinik die DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty praktiziert. Sie kann zum Beispiel bei der Fuchs Endotheldystrophie oder bei der pseudophaken bullösen Keratopathie, den häufigsten Erkrankungen der tieferen Hornhautschichten, angewendet werden.

Vorteile dieser neuen Technik im Vergleich zur perforierenden Keratoplastik sind:

  • die eigene Hornhautoberfläche des Spenders mit den Nerven und Zellen bleibt erhalten
  • es kommt nicht zu Oberflächenproblemen oder Hornautverkrümmungen
  •  postoperativ sind gute bis sehr gute Sehschärfenergebnisse häufig
  •  durch kleine Schnitte ist das Auge unempfindlicher gegenüber Verletzungen
  •  die Rehabilitation des Auges nach der Operation ist deutlich schneller
  •  das Risiko einer Abstoßungsreaktion ist deutlich geringer (rund 1 Prozent)

Die endotheliale Keratoplastik ist eine der großen Fortschritte der Augenheilkunde der vergangenen zehn Jahre. Sowohl die Patienten, als auch die behandelnden Augenärzte sind in der Regel sehr zufrieden von dem postoperativen Ergebnis und wir freuen uns darüber, Ihnen diese neue Operationsmethode anbieten zu können.

Keratoplastik- Experte Dr. Dirk Bahlmann, Oberarzt der Augenklinik der UMG

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