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Veränderungen oft bagatellisiert

Stimmstörungen sind mannigfaltig Veränderungen oft bagatellisiert

Lange bevor sich bei unseren Vorfahren die Sprache entwickelt hat, konnten sie Töne und Laute hervorbringen, die innere Zustände wie Angst, Lust, Schmerz, Triumph und Trauer widerspiegelten.

Dr. med. Michael Jäkel, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Facharzt für Phoniatrie u. Pädaudiologie.

Quelle: R

Lange bevor sich bei unseren Vorfahren die Sprache entwickelt hat, konnten sie Töne und Laute hervorbringen, die innere Zustände wie Angst, Lust, Schmerz, Triumph und Trauer widerspiegelten.

Die Stimme ist ein wesentliches Ausdrucksmittel des Menschen. Besonders unsere Gefühle, aber auch unsere Einstellungen und Gedanken drücken wir mit unserer Stimme aus. Oft ist es entscheidender, WIE wir etwas sagen, als WAS wir sagen. Unsere Stimme ist ein individueller Ausdruck unserer Persönlichkeit und für Menschen, die uns kennen, annähernd unverwechselbar. Wir erkennen an der Stimme des Anderen seine emotionale Verfassung.

Phänomen Stimme

Das Phänomen Stimme ist den meisten Menschen wenig bewusst. Veränderungen an der Stimme werden oft bagatellisiert und übergangen, obwohl sie bei vielen Menschen zu eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen. Betroffene arbeiten häufig weiter, weil sie der Stimmstörung keinen Krankheitswert zugestehen.

Die Störung der Stimme drückt sich in unterschiedlicher Weise aus: Heiserkeit, belegte Stimme, häufiges Räuspern, Verschleimung, Druckgefühl, Fremdkörpergefühl, Schmerzen, Anstrengung beim Sprechen oder eingeschränkter Stimmumfang.

Dr. med. Burkhard Wagner, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Quelle: R

Stimmstörungen und Missempfindungen

Ursachen einer Stimmstörung sind mannigfaltig. Sie reichen von organischen Veränderungen am Kehlkopf wie Knötchen, Polypen oder Tumoren auf den Stimmlippen bis hin zu falschem Gebrauch des Stimmapparates, teilweise über sehr lange Zeiträume hinweg. Muskuläre Fehlspannungen am Hals, ausgelöst durch Bewegungseinschränkungen an der Halswirbelsäule, führen oft zu Stimmstörungen und Missempfindungen. Auch schwere Allgemeinerkrankungen, hormonelle Veränderungen, neurologische Krankheiten oder der normale Alterungsprozess können zu Veränderungen der Stimme führen.

Meist sind die auslösenden Faktoren harmlos. Um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen, ist es aber ratsam, jede anhaltende Veränderung der Stimme spätestens nach vier Wochen durch einen Phoniater oder HNO-Arzt untersuchen zu lassen.

Angemessene Diagnostik und Therapie

Die Aufgabe des Phoniaters (Facharzt für Stimm- und Sprachstörungen und kindliche Hörstörungen) ist es, Aufklärungsarbeit zu leisten und den Betroffenen eine angemessene Diagnostik und Therapie anzubieten. Die Patienten sollen erfahren, dass die Stimme kein unveränderliches körperliches Merkmal ist, sondern dass man sie mit sehr guter Aussicht auf Erfolg trainieren kann, mit ihr „spielen“ kann wie auf einem Instrument.

Eine stimmverbessernde Therapie gehört in die Hand von erfahrenen Ärzten und Logopäden, die öfter Patienten mit Stimmstörungen behandeln. ln den meisten Fällen wird eine Stimmtherapie oder eine manuelle Behandlung der Halswirbelsäule ausreichend sein, um die stimmliche Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Die seltenen, meist kleinen operativen Eingriffe sind häufig ambulant durchführbar.

Von Dr. Michael Jäkel HNO Gemeinschaftspraxis Dr. Jäkel & Dr. Wagner

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