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Degenerativen Erkrankungen

Parkinson und Alzheimer Degenerativen Erkrankungen

Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der degenerativen Erkrankungen des Nervensystems stetig zu. Der Morbus Alzheimer und der Morbus Parkinson sind die zwei häufigsten Erkrankungen in dieser Gruppe.

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Laboranalysen helfen die richtige Therapie zu finden.

Quelle: Kimmel

Experten im Klinischen Demenzzentrum und im Parkinsonzentrum Göttingen-Kassel kümmern sich um Betroffene und sind in der Forschung zu diesen Erkrankungen aktiv.

Die richtige Diagnose finden

Oft ist es gerade in der Anfangsphase beider Erkrankungen schwierig, eine korrekte Diagnose zu stellen. Diese ist erforderlich, weil sonst keine zielgerichtete Therapie möglich ist. Die genaue Diagnosestellung und Abgrenzung von anderen Demenzformen geschieht mit Hilfe moderner Bildgebung (z.B. MRT), neuropsychologischer Tests und Laboranalysen.

Auch beim Morbus Parkinson wird in einer klinischen Untersuchung und mittels Zusatzdiagnostik die Diagnose gesichert. Manchmal stellt sich dabei auch heraus, dass es sich nicht um einen Morbus Parkinson handelt, sondern um eine andere Bewegungsstörung, die dann auch anders behandelt werden muss.

Individuell behandeln

Parkinson ist nicht gleich Parkinson und Demenz nicht gleich Demenz – jeder Betroffene kann andere Begleiterkrankungen aufweisen und ganz unterschiedlich auf eine Behandlung ansprechen. In der Demenzambulanz wird daher die individuelle Therapie in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst. Auch Medikamenten-Nebenwirkungen können so frühzeitig erkannt werden. Parkinsonpatienten erhalten in der Spezialambulanz für Bewegungsstörungen persönliche Therapieempfehlungen hinsichtlich ihrer Medikamente, aber auch in Bezug auf Logopädie, Physio- und Ergotherapie.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium mit Hilfe von Pumpentherapien oder der tiefen Hirnstimulation. Die Ambulanzen arbeiten eng zusammen, denn es ist bekannt, dass die Symptome der beiden Erkrankungsgruppen überlappen können: es leiden viele Betroffene mit Demenz an Bewegungsstörungen und Betroffene mit einem Morbus Parkinson an Gedächtnisproblemen.

Forschung für bessere Diagnostik und neue Therapien

Nach wie vor sind die Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen nicht gut verstanden.

Ärzte und Wissenschaftler der Klinik für Neurologie versuchen beispielsweise zu ergründen, warum bei beiden Erkrankungen Eiweißmoleküle im Gehirn verklumpen. Zudem werden sogenannte Biomarker untersucht, um die Diagnose von Parkinson und Alzheimer künftig schneller und sicherer stellen zu können. Schließlich werden neue Therapieverfahren entwickelt und getestet, damit diese Erkrankungen in der Zukunft besser behandelt werden können.

Von Prof. Dr. med. Inga Zerr und Prof. Dr. med. Paul Lingor

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