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Schmerzmedizin

Wege aus dem Teufelskreis Schmerzmedizin

Fast jeder Mensch erlebt im Alltag akute Schmerzen, wie Kopf- oder Rückenschmerz, oder einfach einen Muskelkater. Diese Schmerzen beginnen meist akut und hören in der Regel nach wenigen Tagen von selbst auf.

Akute Schmerzen beeinflussen das Alltagsleben erheblich.

Quelle: r

Nur selten wird eine besondere Behandlung benötigt. Halten Schmerzen an oder treten immer öfter und intensiver auf, ist eine Vorstellung beim Arzt zur weiteren Abklärung notwendig. In vielen Fällen können durch gezielte Behandlungen, wie eine Physiotherapie, einfache Verhaltensänderungen (beispielsweise mehr sportliche Aktivitäten, mehr Entspannung) oder die zeitlich begrenzte und unterstützende Einnahme von Medikamenten, eine Besserung erzielt werden.

Bei vielen chronischen Schmerzen zeigt die Erfahrung der Schmerzmedizin: Eine eindeutige Ursache, die durch eine spezifische Behandlung, wie eine Operation, dauerhaft und schnell beseitigt werden kann, kann oft nicht gefunden werden. Natürlich muss die Diagnostik sorgfältig und umfassend sein, aber die endlose und frustrierende Suche nach einer „erklärenden“ körperlichen Ursache kann auch selbst zum Problem werden. Der chronische Schmerz wird dann zur Herausforderung für Behandler und Patient. Chronischer Schmerz kann viele negative Folgen haben: Medikamente haben oft keinen ausreichenden Effekt mehr. Die berufliche und private Lebenssituation verändert sich. Patienten berichten über Abnahme der Belastbarkeit, Probleme am Arbeitsplatz und Rückzug aus dem Freundeskreis. Typische Eigenschaften, wie Durchhaltestrategien oder ein hoher Leistungsanspruch, können die Probleme noch verstärken. Viele Patienten berichten über eine zunehmend depressive oder ängstliche Stimmung. Stress wird „stressiger“. Diese Veränderungen werden in ihrer Gesamtheit als „Schmerz-Chronifizierung“ bezeichnet.

Bei chronischen Schmerzen ist eine einfache Behandlung mit Medikamenten oder Injektionen in der Regel nicht mehr ausreichend. Erst die gezielte Kombination einer medizinischen Behandlung mit physio- und sporttherapeutischen Techniken zur Verbesserung der körperlichen Funktion sowie psychotherapeutischen Verfahren zur Veränderung des Umgangs mit Schmerz kann die Chronifizierung positiv beeinflussen, aufhalten und manchmal sogar umkehren. Eine schmerztherapeutische Behandlung erfordert deshalb spezielle Kenntnisse und die Kombination der Kompetenz verschiedener Fachleute, die die Behandlung in enger Abstimmung miteinander und mit dem Betroffenen selbst durchführen.

Dazu gehört auch die Entwicklung und Akzeptanz realistischer Ziele. Das wichtigste Ziel ist nicht immer „Schmerzfreiheit“ mit Wiederherstellung der Situation vor Schmerzbeginn, sondern liegt oftmals darin, ein möglichst normales Lebens trotz und mit dem Schmerz führen zu können.

Von Prof. Dr. med. Frank Petzke

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