Startseite GT
Volltextsuche über das Angebot:

Darmkrebs: 70000 Neuerkrankungen im Jahr

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung Darmkrebs: 70000 Neuerkrankungen im Jahr

In Deutschland sind Krebserkrankungen des Dick- und End-Darmes die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache bei Frauen und Männern. Von ungefähr 70000 Neuerkrankungen pro Jahr entfallen rund 60 Prozent auf den Enddarm. Betroffen sind vor allem Patienten, die älter als 50 Jahre sind. Zunehmend sind aber auch jüngere Menschen betroffen. Wird der Enddarmkrebs rechtzeitig erkannt und korrekt behandelt, sind die Heilungschancen vergleichsweise sehr gut.

Nächster Artikel
Das Diagnostische Brustzentrum am Göttinger Bahnhof

Blick in einen OP-Saal der neuesten Generation im Weender Krankenhaus.

Quelle: EKW

Der End- oder Mastdarmkrebs betrifft die unteren 16 Zentimeter des Dickdarmes. Von größter Bedeutung ist die exakte Feststellung des jeweiligen Tumorstadiums, da die Therapiemöglichkeiten, die in den letzten 10 Jahren erheblich verbessert worden sind, je nach Stadium unterschiedlich aussehen. Eine Enddarmspiegelung dient der genauen Lokalisation des Tumors und zur histologischen Sicherung durch Probenentnahmen. Die Ultraschalluntersuchung durch eine Sonde gibt Auskunft über die Tiefe des Tumors in der Darmwand und klärt, ob bereits Lymphknoten in der Umgebung befallen sind. Weitere Untersuchungen wie MRT oder CT dienen dem Ausschluss von Metastasen. Mit diesen Informationen muss dann jeder Patient in einer Tumorkonferenz vorgestellt werden, in der Gastroenterologen, Pathologen, Radiologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Viszeralchirurgen vertreten sind. Nur durch diese interdisziplinäre Kooperation kann unter Berücksichtigung der jeweils aktuellsten Leitlinien zur Behandlung des Enddarmkrebses für den Patienten individuell das für ihn optimale Behandlungskonzept festgelegt werden.

Eine solche Tumorkonferenz ist im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende einmal pro Woche seit Jahren fest etabliert.

Kombinierte Strahlen- und Chemotherapie

Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren erfolgt in der Regel zunächst eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie, gefolgt von einer radikalen operativen Entfernung des Tumors mitsamt den umgebenden Lymphknoten. Diese Operation kann heute in bis zu 90 Prozent der Fälle unter Erhalt des Schließmuskels erfolgen. Besonders schonend für den Patienten ist dabei die minimalinvasive Operationstechnik, auch Schlüssellochtechnik genannt. Im Vergleich zum herkömmlichen Vorgehen mit einem großen Bauchschnitt erholen sich die Patienten nach einer solchen OP rascher, können schneller das Krankenhaus verlassen und die Gefahr von Komplikationen ist verringert. „Bei sehr frühen Tumorstadien können Enddarmtumore mit der Technik der transanalen, endoskopischen Operation (TEO) sogar vollständig direkt durch den Anus herausoperiert werden“, sagt Prof. Dr. Claus Langer, Chefarzt der Allgemeinchirurgie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende.

Hier stehen für die genannten Operationstechniken neben einem hochqualifizierten Operationsteam ein Spezialoperationssaal der neuesten Technologie und das erforderliche TEO-Instrumentarium zur Verfügung. r

Kontakt

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende

Allgemein-, Viszeral, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie

An der Lutter 24

37075 Göttingen

(0551) 5034-1101

www.ekweende.de/ach

Nächster Artikel
Die wichtigen Notrufnummern

Hier finden Sie die wichtigsten Notrufnummern in Göttingen und Umgebung.mehr

Kontaktdaten
Verkaufsteam Gesundheit und Pflege beim Göttinger Tageblatt
Sonja Schwarzburger, Sonja Ahrens, Janina Japke (vl.)

Mediaberatung Gesundheit und Pflege

Sonja Ahrens
Telefon: 05 51 / 90 12 30
E-mail: s.ahrens@goettinger-tageblatt.de

Janina Japke
Telefon: 05 51 / 90 12 67
E-Mail: j.japke@goettinger-tageblatt.de

Sonja Schwarzburger
Telefon: 05 51 / 90 14 83
E-mail: s.schwarzburger@goettinger-tageblatt.de