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Mit nachhaltigem Punch - Der Porsche Boxster als Gebrauchter

Verkehr Mit nachhaltigem Punch - Der Porsche Boxster als Gebrauchter

Mit dem Cabrio um die Ecken brausen - gerade im Frühling ist diese Aussicht verlockend. Wer mit dem Kauf eines Gebrauchten liebäugelt, muss auch bei Porsche nicht allzu tief in die Tasche greifen, wenn man sich an den Boxster hält.

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Günstigere Alternative zum 911: Der Porsche Boxster beweist sich auch im Alter als recht zuverlässiger Sportpartner.Foto: Porsche

Berlin. Die Sportwagen von Porsche sind als Neuwagen ein teurer Spaß - und auch gebraucht kein Schnäppchen. Den Spaß muss man sich aber nicht für viel Geld mit einem 911 erkaufen. Wenn es ein Cabrio sein soll, gibt es noch den kleineren Boxster, auch der ist ein zuverlässiger Begleiter.

Trotz geringer Zulassungszahlen sind ein paar Exemplare den Pannenhelfern des ADAC ins Netz gegangen. Einige wenige Schwachpunkte sind dabei aufgefallen. Darunter waren entladene Batterie bei Autos bis Baujahr 2009, defekte Zündspulen (bis 2007) und Probleme mit Kühlmittelpumpen (bis 2005). Frühere Exemplare fielen auch schon durch Defekte an Kraftstoffpumpen oder Lenkradschlössern auf. Insgesamt aber sei der Boxster ein Auto mit "hoher Pannensicherheit". Wegen der Gefahr plötzlich aufschlagender Kofferraumhauben gab es Ende 2014 einen Rückruf, der rund 4500 Fahrzeuge betraf. Einen anderen gab es drei Jahre zuvor wegen zu fest angeschlagener Gurte. Und 1997 rief Porsche den Boxster wegen Mängeln am Zündanlassschalter zurück in die Werkstätten.

Laut Gebrauchtwagenreport der Prüforganisation Dekra ist der Porsche Boxster ein eher wenig anfälliges Auto, das sich jedoch ein paar Marotten leistet. Der Boxster der ersten Generation zeige sich bei den Baugruppen Karosserie und Fahrgestell zwar grundsolide, doch bemängelt die Dekra häufiger ausgeschlagene Spurstangen. Auch starker Ölverlust an Motor und Getriebe ist teils ein Problem. Interessenten sollten zudem einen Blick auf die Staubmanschetten der Antriebswelle werfen, sie neigen zu Verschleiß.

Den Startschuss für den kleinen Bruder des 911 gab Porsche 1996. Die zweite Generation wurde Ende 2004 eingeführt. Die Motoren waren nun durch die Bank weg stärker, die als Spiegeleier-Augen verspotteten Scheinwerfer gehörten der Vergangenheit an. Ab 2009 bot Porsche das siebengängige Doppelkupplungsgetriebe PDK an. Ließ sich das elektrische Verdeck der ersten Generation nur im Stand bedienen, kann es bei der ab 2012 vermarkteten dritten Auflage auch bis Tempo 50 geöffnet und geschlossen werden. Seit kurzem wird das grundlegende Facelift 718 Boxster ausgeliefert.

Neuauflagen oder tiefschürfende Modellpflegen sind keine schlechten Zeitpunkte für Gebrauchtwagenkäufer. Denn dann fallen die gerade veralteten Modelle fast immer im Preis. Die Schwacke-Liste notiert für ein junges Fahrzeug der ersten Generation, den Boxster mit 168 kW/228 PS von 2004, einen durchschnittlichen Handelspreis von 12 350 Euro, bei 174 200 Kilometern auf dem Tacho. Ein RS 60 Spyder von 2009 mit 223 kW/303 PS ist noch mit 29 300 Euro verzeichnet (96 200 Kilometer). Mit 46 900 Euro ist ein Boxster S aus dem Fertigungsjahr 2013 mit 232 kW/315 PS in der Preissammlung aufgeführt (33 800 Kilometer).

dpa

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