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Einmal Traumwohnung, bitte: Wohnungssuche ohne Stress

Immobilien Einmal Traumwohnung, bitte: Wohnungssuche ohne Stress

Hamburg (dpa/tmn) – Die Suche nach einer Wohnung ist manchmal kein Dauerlauf, sondern ein Marathon. Besonders in Großstädten ist Durchhaltevermögen gefragt - und Tausende andere sind ebenfalls mit dabei.

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Geschafft! Aber bis man den Mietvertrag für eine neue Wohnung in der Hand halten kann, müssen Wohnungssuchende gerade in Großstädten einiges auf sich nehmen.

Quelle: Monique Wüstenhagen

Um schnell ins Ziel zu kommen, zählt die richtige Strategie.

Über mehrere Etagen anstehen, um sich dann mit zwei Dutzend Leuten durch eine enge Wohnung zu schieben? Begehrter Wohnraum ist besonders in Großstädten Mangelware. Die Suche nach der Traumwohnung wird schnell zur Belastungsprobe. "In Metropolregionen oder Innenstädten wollen alle gerne leben", sagt Stefan Schmalfeldt vom Mieterverein zu Hamburg. Dort sei die Suche besonders schwierig.

Zeitungsanzeigen und solche im Internet sind eine Möglichkeit. Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund (DMB) empfiehlt, sich bei der Wohnungssuche breit aufzustellen: "Man sollte vielen Leuten erzählen, dass man gerade ein neues Zuhause sucht." Ob Postbote oder Nachbar – jeder könnte den entscheidenden Tipp geben. Auch ein Anruf bei Wohnungsbaugesellschaften schade nicht. "Bei der Suche nach der Traumwohnung müssen drei Faktoren beachtet werden: Lage, Größe, Preis", zählt Jürgen Michael Schick auf, der Vizepräsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD).

"Wer Kinder hat, sollte vor allem schauen, ob Kindergarten und Schule in der Nähe sind", sagt Schick. Wenn kein Auto zur Verfügung steht, ist eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel umso wichtiger. Schick empfiehlt, besonders bei der Lage flexibel zu bleiben: "Mitten im Szeneviertel ist freier Wohnraum knapp." Aber schon ein bis zwei U-Bahnstationen weiter könne die Situation entspannter sein. Bei der Größe der Wohnung zahlt es sich aus, vorausschauend zu denken. Als Single benötigt man vielleicht nur ein Zimmer. Will in Zukunft auch der Partner einziehen, kann das knapp werden.

Schick vom IVD rät, nicht mehr als ein Drittel des verfügbaren Netto-Einkommens fürs Wohnen auszugeben. Manch einer zieht es vor, eine Wohnung zu kaufen statt zu mieten. "Viele denken, dass dann die monatlichen Kosten wegfallen", sagt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund. Das sei falsch: Die Nebenkosten fallen weiterhin an.

Die Krux bei jeder Wohnungssuche ist der Besichtigungstermin. Ropertz vom DMB rät, sich vor jeder Besichtigung eine Liste mit wichtigen Kriterien zu machen und diese dann zu überprüfen. Und er empfiehlt außerdem: "Je länger die Schlange vor der Wohnung ist, desto weniger kritische Nachfragen sollte ich stellen." Auch ein Blick auf das Umfeld zahlt sich aus. Sei der Besichtigungstermin an einem ruhigen Sonntagnachmittag, lohne es sich, an einem Wochentag noch einmal wiederzukommen.

"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance", betont Schick vom IVD. Daher sollten Bewerber die entsprechenden Unterlagen zur Hand haben. Dazu gehören Einkommensnachweise, Schufa-Auskunft oder Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom aktuellen Vermieter.

Wer die Zusage für seine Traumwohnung bekommen hat, sollte den Vertrag erst in Ruhe durchlesen. Gut sei es auch, einen Experten draufschauen zu lassen, sagt Schmalfeldt vom Mieterverein zu Hamburg. "Besonderes Augenmerk sollte auf alles gelegt werden, was Geld kosten kann", so der Experte. Der Mietvertrag sollte auch keine Befristung enthalten oder die Kündigung für mehrere Jahre ausschließen. Erst dann heißt es: unterschreiben.

dpa

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