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Mit Schirm und Bürostuhl: Haus auf Barrierefreiheit testen

Wohnen Mit Schirm und Bürostuhl: Haus auf Barrierefreiheit testen

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer wollen ihr Zuhause nicht verlassen, wenn sie alt werden. Sie sollten daher rechtzeitig prüfen, ob ihre Immobilie für ein Leben im Alter taugt oder Umbauten nötig sind.

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Um ein Haus barrierefrei zu gestalten, ist meist mehr erforderlich als ein rollstuhlgerechter Eingang.

Quelle: Christian Charisius

Düsseldorf. Einfache Gegenstände können dabei helfen.

Um Barrieren im Haus oder in der Wohnung auszumachen, lassen sich zum Beispiel Regenschirme nutzen. Mit ihnen kann man feststellen, wo Krücken im Bodenbelag hängen bleiben würden. Und das Schieben eines Bürostuhl kann zeigen, an welchen Bodenschwellen ein Rollator nicht mehr weiter käme und ob es genug Platz im Bad gibt. Ein zu enges Bad sei einer der Hauptgründe dafür, dass Menschen im Alter aus ihrem Zuhause ausziehen müssen, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

In dem Ratgeber "Clever umbauen - Komfortabel in die besten Jahre" klären die Verbraucherschützer über das Thema Barrierefreiheit im Haus auf. Um lange zu Hause wohnen zu können, sind demnach vier Dinge wichtig: Stufen und Schwellen müssen beseitigt werden. Dort, wo man sich bewegt, sollten 120 mal 120 Zentimeter Platz sein. Türen und Durchgänge sollten eine Breite von 80 Zentimetern haben. Und Schalter und Griffe befinden sich idealerweise in einer Höhe von 80 bis 110 Zentimetern.

Die Verbraucherzentrale rät dazu, schon in jüngeren Jahren bei Renovierungen an das Alter zu denken. So könnten etwa bei neuen Fenstern die Griffe im unteren Drittel angebracht werden. Oder der Übergang zur neuen Terrasse wird gleich schwellenlos gebaut. Ein zweiter Handlauf an der Treppe sorgt dafür, dass Senioren immer ihre starke Hand beim Festhalten benutzen können. Und die Dusche ist am besten auf gleicher Höhe wie der Boden.

 

Service:

 

Der Ratgeber "Clever umbauen - Komfortabel in die besten Jahre" kann bestellt werden unter

www.vz-ratgeber.de oder telefonisch unter 0211/38 09 555. Er kostet 19,90 Euro.

dpa

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