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Computer geklaut? Schlauch geplatzt?

Hausratversicherung Computer geklaut? Schlauch geplatzt?

Niemand ist gegen einen Einbruch oder Unfälle im Haushalt gefeit, einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht.

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Die Hausratversicherung kann nicht vor einem Einbruch schützen, aber den Finanziellen Schaden ersetzen.

Quelle: r

Der neue Flachbildschirm, der Computer, die Hi-Fi-Anlage oder ein teures Erbstück von den Großeltern – viele Dinge, die sich im Haus oder der Wohnung befinden, haben einen hohen Wert. Doch was, wenn das Hab und Gut oder Teile davon beschädigt oder entwendet werden? In solchen Fällen leistet die Hausratversicherung. Sie sichert das Inventar gegen Sachschäden und dadurch entstehende Folgekosten ab. So wird zumindest der finanzielle Schaden ersetzt.
Im Rahmen einer Hausratversicherung sind grundsätzlich alle Gegenstände in einer Wohnung versichert. Die Versicherung kommt für Schäden an der Einrichtung, wie beispielsweise an Möbeln oder Teppichen, an Gebrauchsgegenstände wie Geschirrspülern, elektrischen Geräten, Waschmaschinen, Kleidung oder Werkzeug auf. Auch Verbrauchsgegenstände wie Lebensmittel, Vorräte sowie Wertsachen wie Schmuck, Kunstgegenstände, Bargeld, Wertpapiere oder Antiquitäten, die älter sind als 100 Jahre, sind versichert.
Die Hausratversicherung bezahlt immer den Neuwert des Gegenstandes, sprich den Preis, der bei dessen Neubeschaffung bezahlen werden müsste – auch wenn er schon ein paar Jahre alt ist. Bei geringen Schäden werden die Reparaturkosten erstattet. Zusätzlich greift die Hausratversicherung bei Gefahren wie Feuer, Blitzschlag oder Explosion, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus nach einem Einbruch, Sturm und Hagel oder auch bei Schäden durch Leitungswasser, wie einen Wasserrohrbruch oder geplatzte Schläuche von Waschmaschine oder Geschirrspüler.
Die reinen Sachschäden, die durch einen Einbruch entstehen, sind ärgerlich genug. Oft fallen aber auch in der Folge von Einbrüchen oder Unfällen Kosten an, etwa für Aufräumarbeiten oder wenn ein neues Schloss notwendig ist. Nicht nur für Sachschäden, auch für Folgekosten kommt eine Hausratsversicherung auf. Ist eine Wohnung unbewohnbar geworden, zahlt die Versicherung die Transportkosten der Möbelstücke, deren Einlagerung sowie die Hotelkosten – bei einer kompletten Sanierung bis zu 100 Tage lang. Die Modalitäten sind je nach Anbieter unterschiedlich.
Im Schadensfall muss der Versicherer schnellstmöglich informiert werden. Betroffene sollten sicherheitshalber jeden Schaden nach einem Einbruchdiebstahl bei der Polizei anzeigen und eine komplette Liste der entwendeten Gegenstände, so ausführlich wie möglich und am besten mit Fotos liefern. Denn: Nachträglich aufgelistete Gegenstände werden oft von den Versicherungen nicht akzeptiert. Deshalb ist es wichtig, die Rechnungen und Fotos der wertvollsten Dinge aufzubewahren. Wer Antiquitäten oder andere hochwertige Gegenstände besitzt, sollte sich entsprechende Expertisen erstellen lassen. Denn für derlei entwendete Gegenstände lässt sich der Wert im Nachhinein nur schwer feststellen. Außerdem bezahlt die Hausratversicherung nur, wenn keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
Wichtig: Um alle Kosten zu 100 Prozent erstattet zu bekommen, muss bei Versicherungsabschluss die richtige Versicherungssumme festgesetzt werden. Stellt der Gutachter im Schadenfall fest, dass der Haushalt zu niedrig versichert wurde, ist man unterversichert. Dann wird auch nur anteilig gezahlt und der Geschädigte bekommt nicht alles erstattet. Gegebenenfalls macht es Sinn, eine sogenannte Dynamisierung der Hausratversicherung zu vereinbaren. Die Versicherungssumme wird dann jedes Jahr aufs Neue automatisch an den Preisindex für Ver- und Gebrauchsgüter angepasst. Damit steigt allerdings auch der Beitrag. Zudem gibt es diverse zusätzliche Deckungserweiterungen, mit denen man die Hausratversicherung quasi auf seinen persönlichen Bedarf hin erweitern kann. So können beispielsweise auch einfacher Fahrraddiebstahl, Überspannungsschäden sowie Wasserschäden durch Aquarien und Wasserbetten mitversichert werden.
Tipp: Wer eine Immobilie mit einem hohen Anteil an Außen- oder Innenverglasung sein eigen nennt oder Möbel mit Glaselementen oder Glaskeramikflächen besitzt, sollte zusätzlich mit einer maßgeschneiderten Glasversicherung vorsorgen. Niemand ist gegen einen Einbruch oder Unfälle im Haushalt gefeit, einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht.  n    red/cm

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