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Wohnen mit Haustieren

Hundehaltung - das müssen Sie wissen


Sie gelten als die besten Freunde des Menschen - aber nicht unbedingt als die des Vermieters. In einer neuen Serie stellt die HAZ vor, was man beim Halten von Haustieren in Wohnungen beachten sollte.
Neben einem Schlafplatz und viel Auslauf brauchen Hunde vor allem die Nähe zum Menschen.

Neben einem Schlafplatz und viel Auslauf brauchen Hunde vor allem die Nähe zum Menschen.

© iStockphoto.com/AVAVA

Hannover. Welche Hunde kommen als Haustiere in Frage?

„Grundsätzlich ist jeder Hund als Haustier geeignet“, sagt Udo Kopernik, Pressesprecher des Verbandes für das Deutsche Hundewesen. Entscheidend seien die Erwartungen und Voraussetzungen des Halters. So sollte man sich keinen großen Hund anschaffen, wenn man in einem oberen Geschoss wohnt und mit dem Tier viele Stufen laufen muss. Und wer nicht gerne lange Gassi geht, sollte keinen besonders bewegungsfreudigen Hund haben. Der Deutsche Tierschutzbund rät, dass Hunde beim Erwerb mindestens neun Wochen alt sein und bei einem verantwortungsbewussten Züchter oder in einem Tierheim gekauft werden sollten.

Wie sollten Hunde gehalten werden?

Hunde sind als Rudeltiere hoch soziale Lebewesen, die die Nähe zum Menschen suchen. „Hunde halten sich dort auf, wo der Herr den Hut hinlegt“, sagt Kopernik. Sie sollten daher möglichst in der Wohnung leben und als neues Familienmitglied integriert werden. Zum Schlafen brauchen sie ein Lager, das zugluftfrei sowie von unten warm ist und an dem sie ungestört sein können. Kopernik empfiehlt eine Hundebox: „Dann ist der Hund schon mal daran gewöhnt und man kann ihn darin im Auto transportieren oder mit ins Hotel nehmen.“ Auch als Fressplatz sollte ein fester Ort gewählt werden, der ohne großen Aufwand zu säubern ist.

Sollten sich Hunde in der Wohnung frei bewegen können?

Grundsätzlich ja. Letztlich ist es aber jedem Halter überlassen, wie weit er die Bewegungsfreiheit einschränkt: Manch einer findet es schön, wenn der Hund auf dem Sofa liegt, andere mögen das gar nicht. „Dass sie bestimmte Räume nicht betreten dürfen, lernen Hunde schnell“, sagt Kopernik. Zimmer kleiner Kinder etwa sollten zu Tabuzonen für das Tier erklärt werden: „Dann werden auch keine Bauklotztürme umgestoßen oder Playmobil-Figuren entführt.“

Worüber könnten sich Halter ärgern?

Vor allem junge Hunde erfahren ihre Umwelt mit dem Maul. „Hat der Hund ein eigenes Spielzeug, auf dem er nach Herzenslust herumkauen kann, muss er nicht auf die guten Schuhe der Familie zurückgreifen“, informiert daher eine Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes. Das Fell der Tiere sorgt bei manchen Rassen für viel Arbeit: Die meisten Haare können zwar relativ mühelos aufgesaugt werden, Borsten etwa von Boxern setzen sich allerdings in Polstermöbeln fest. Auch mit Urin und Kot in der Wohnung muss man anfangs rechnen, wenn sich man einen Hund neu anschafft. Doch bei konsequenter Erziehung werden die Tiere schon nach wenigen Wochen stubenrein.

Darf man Hunde in einer Mietwohnung halten?

In Mietverträgen ist diese Frage häufig bereits geregelt. Doch auch wenn die Haltung nicht untersagt ist, sollten Mieter vor der Anschaffung eines Hundes mit dem Vermieter sprechen, rät Kopernik: „Am besten fixiert man dann die Vereinbarung schriftlich.“ Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft müssen die Gemeinschaftsordnungen beachten. Sollte dort die Haltung von Hunden nicht vorgesehen sein, kann man versuchen, über einen gemeinsamen Beschluss eine Änderung herbeizuführen. Eigenheimbesitzer können sich zwar auf jeden Fall einen Hund anschaffen, sollten aber rasch den Kontakt zu den Nachbarn suchen, empfiehlt Kopernik: „Vor allem Welpen haben einen hohen Charme-Faktor. Oft ist es gut für das Nachbarschaftsverhältnis, wenn man Fiffi vorführt.“

Wie werden Hunde im Freien gehalten?

Hunde sollten nur in Ausnahmefällen draußen leben müssen und dann auch niemals allein. Der deutsche Tierschutz sieht bestimmte Voraussetzungen für die Haltung in Zwingern vor: So müssen sich die Hunde frei bewegen und Schatten finden können sowie einen von unten warmen Schlafplatz haben. Kopernik weist darauf hin, dass der Zwinger je nach Hunderasse mindestens zwischen sechs und zehn Quadratmeter groß sein sollte. Auch eingesperrte Hunde sollten Auslauf im Garten haben und ausgeführt werden, betont der deutsche Tierschutzbund: „Regelmäßige Spaziergänge, bei denen er sich austoben kann und auch die Möglichkeit hat, mit Artgenossen zu spielen, sind für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Hundes absolut notwendig.“

Sebastian Hoff

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