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Geschützte Lebensräume und 2500 Veranstaltungen im Jahr

Nationalpark Harz Geschützte Lebensräume und 2500 Veranstaltungen im Jahr

Wilde Felslandschaften, dichte Laub- und Nadelwälder, Moore, klare Gebirgsbäche, seltene Tiere wie der Schwarzstorch und Pflanzen wie der Rundblättrige Sonnentau, ein raues, nahezu nordisches Klima, vielfältige Geologie und eine sagenumwobene Bergwildnis.

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Sagenumwobene Bergwildnis: Auf dem Hirtenstieg vom Scharfenstein zum Brocken.

Quelle: Wilfried Störmer

Braunlage. Der Harz als das nördlichste deutsche Mittelgebirge steht für weit mehr als nur Wintersport.

Im Jahre 2006 entstand aus der Fusion zweier bereits existierender Nationalparke und über die Grenzen der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hinweg der Nationalpark Harz. Auf einer Fläche von fast 25 000 Hektar erstreckt sich das Gebiet, das rund zehn Prozent des Harzes umfasst. Und wie in allen Nationalparks gilt auch hier: Natur Natur sein lassen.

Im Nationalpark Harz werden die geschützten Lebensräume, ungestört vom Menschen den natürlichen Prozessen des  Werdens und Vergehens überlassen. Zusätzlich verfolgt der Nationalpark Renaturierungsprojekte auf Moorflächen, an Fließgewässern und in der Waldentwicklung. Einmalig für einen deutschen Nationalpark – 14 weitere Parks gibt es – ist darüber hinaus die Wiederansiedlung des Luchses.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Nationalparkes ist es, Besuchern die Schönheit der unbeeinflussten Natur nahe zu bringen. Im Rahmen von mehr als 2500 Veranstaltungen pro Jahr können Gäste begleitet von Nationalpark-Mitarbeitern den Park kennenlernen. Aber auch auf eigene Faust lässt sich das Gebiet zwischen Herzberg und Ilsenburg, Altenau und Braunlage auf gut beschilderten Wegen entdecken.

Informationen, Tipps und Ausstellungen

Die Möglichkeiten, Natur zu erleben sind vielfältig. Wildtiere beobachten kann man unter anderem am Luchsgehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg und am Auerhuhngehege bei Lonau. Für Kinder reicht das Angebot vom „Löwenzahn-Entdeckerpfad“ über Pferdewanderungen bis zum „Juniorranger auf Entdeckertour“. Auch an barrierefreie Angebote für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ist gedacht. Von Mai bis Mitte Oktober können Interessierte fachkundig begleitet 1800 Hochgebirgspflanzenarten aus aller Welt im Brockengarten erkunden, der 1890 von Göttinger Botanikern angelegt wurde.

Rund 600 Kilometer ausgewiesener Wanderwege ziehen sich durch Nationalpark Harz. An Themen-Wegen wie beispielsweise dem Borkenkäferpfad, Urwaldstieg und Wald-Wandel-Weg gibt es Wissenswertes zu entdecken. Jede Menge Informationen, Tipps und Ausstellungen mit jeweils anderen Schwerpunktthemen erwarten Gäste darüber hinaus in den Nationalpark-Besucherzentren und Nationalparkhäusern.

Auf 2200 Kilometer Streckenlänge und 74 Routen lässt sich der Harz mit dem Mountainbike erkunden. Ein Teil der Strecken führt auch in die Wildnis des Nationalparks und auf den Brocken. Wenn ordentlich Schnee liegt, finden Wintersportler im Nationalpark zudem 140 Kilometer gespurte Loipen und 29 Kilometer ungespurte Skiwanderwege.

Von Karola Hoffmann

Jahresprogramm und Routen

Außerordentlich umfangreiche Informationen sowie zahlreiche Broschüren, Flyer, Karten und anderes Infomaterial zum Download sind auf der Internetseite des Nationalparks Harz zu finden.

Beispielsweise enthält die Broschüre „Unterwegs im Nationalpark“ das jährliche Naturerlebnisprogramm, das durch Adressen sowie sonstiges Wissenswertes zu Einrichtungen, Zentren und Routen des Nationalparks ergänzt wird.

Weitere Infos im Netz unter nationalpark-harz.de

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