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Technik-Museum Kassel: 300-jährige Technik- und Industriegeschichte

Von Dampfkraft bis Luftfahrtbau Technik-Museum Kassel: 300-jährige Technik- und Industriegeschichte

Im Jahre 1877 zog in die preußische Provinzhauptstadt „Cassel” großstädtisches Flair ein. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Kassel eine Dampfstraßenbahn. Pferdebahn-Linien und seit 1898 die „Elektrische” folgten. Bis heute gehören Straßenbahnen zum Stadtbild.

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Ganz neu in der Ausstellung: Insgesamt 18 historische Fahrzeuge der Kasseler Verkehrsgesellschaft AG erweitern als Dauerleihgabe die Museumssammlung.

Quelle: B. Scott

Kassel. 18 historische Originalfahrzeuge, die der Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich waren, sind vor wenigen Tagen als Dauerleihgabe auf eigens im Technik-Museum Kassel verlegte Schienenstränge gesetzt worden.

Im ehemaligen Henschel-Werk II im Stadtteil Rothenditmold präsentiert das Technik-Museum (TMK) seine Schätze auf 4500 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Im Zentrum  steht dabei die 300-jährige Technik- und Industriegeschichte Kassels. Gewürdigt werden so die „herausragenden Leistungen und Entwicklungen in Maschinenbau, Naturwissenschaft und Ingenieurwesen“ in der Stadt, erklärt das Museum.

Lokomotiven, Straßenbahnen, Oldtimer-Lkw, Präzisionsinstrumente, Maschinen und andere technische Objekte bilden den Grundstock einer ständig wachsenden Sammlung. Das Museumskonzept „sieht einen chronologischen Erzählstrang vor, der sich entlang verschiedener Themenfelder entwickelt“. Besucher treffen hier auf Eisenbahnbau und Mobilitätstechnologie, auf Dampfkraft, Elektrizität und Solartechnologie, Luftfahrt- und Flugzeugbau (Firma Fieseler), auf Elektronik und Informationstechnologie sowie auf Bergbau  und Zukunftstechnologien.

Besucher für Naturwissenschaften und technische Berufe interessieren

Die Halle des Museums „ist Teil des ehemaligen Henschelwerks II, der Kesselschmiede, wo für viele Dampfloks, wie die 44er die Kessel geschmiedet wurden. Viele wichtige Objekte des einstigen Maschinen- und Fahrzeugbaukonzern stehen als Original im TMK“, erläutert Bernd Scott, Geschäftsführer der Technik-Museum Kassel Betreiber gGmbH. Die erste Henschel-Dampflok von 1848, die erste Henschel E-Lok von 1905, Trambahn-Exponate seit 1900, die 110 Tonnen schwere Henschel Lokomotive von 1942, der erste für den Personentransport eingesetzte Transrapid-Schwebezug von 1979 und anderes mehr ist im Ausstellungsdepot zu sehen.

Ziel des Museums ist es, die Besucher für Naturwissenschaften und technische Berufe zu interessieren und zu einer intensiveren Auseinandersetzung anzuregen. Ein weiteres Anliegen ist es, das Verstehen von Wissenschaft und Technik pädagogisch sinnvoll zu fördern.

Das Technik-Museum Kassel in der Wolfhager Straße 109 ist Mittwoch bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen durch das Ausstellungsdepot nach Anmeldung Mittwoch bis Sonntag 10 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr. Weiteres unter Telefon 05 61 / 86 19 04 00.

Von Karola Hoffmann

Weitere Infos im Netz unter tmk-kassel.de
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