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Älter werden in der Einwanderungsgesellschaft

Kultursensible Pflege Älter werden in der Einwanderungsgesellschaft

Derzeit stellen die Menschen mit Migrationshintergrund, sei es Arbeitsmigrant oder Geflüchteter, Politik und Gesellschaft vor eine neue, große Integrationsaufgabe. Doch was wird aus den Menschen, wenn sie alt, krank und pflegebedürftig werden? Wie lassen sich Sprachbarrieren und Ängste gegenüber den Behörden abbauen? Kommunen und Einrichtungen der Altenhilfe müssen deshalb ihre Angebote künftig noch stärker als bisher migrations-, kultur- und religionssensibel ausrichten.

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Pro Alter: Das Heft zeigt viele Beispiele einer gelingenden Integration im Alter und bei Pflegebedürftigkeit.

Quelle: KDA

Denn nie zuvor haben so viele ältere Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen in Deutschland gelebt. Viele kamen als Gastarbeiter und wollten später zurückkehren in ihre Heimat. Jetzt haben sie das Rentenalter erreicht, haben ihre Lebensmitte in Deutschland gefunden oder pendeln zwischen der alten und neuen Heimat.

Seit Jahren ehrenamtlich engagiert

Das Magazin „Pro Alter“, das vom Kuratorium Deutsche Altershilfe herausgegeben wird, beleuchtet im Sommer-Heft 2016 die vielen Facetten dieses Themas. Beiträge und Beispiele aus der Praxis belegen eindrücklich: Viele ältere Menschen mit Migrationshintergrund engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich, vor allem in ihren Nachbarschaften und Vereinen. Ihre aktive Teilhabe in der kommunalen Seniorenpolitik werde immer wichtiger, erklärt daher Sarina Stumpen, stellvertretende Leiterin des Berliner Kompetenzzentrums Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe. Aber nach wie vor bestehen in dieser Bevölkerungsgruppe hohe Hemmschwellen und viele Zugangsbarrieren zu den Angeboten der Altenhilfe, denn die meisten pflegebedürftigen Migranten werden zu Hause von ihren Familien versorgt und die wissen häufig nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten sie haben.

Info

Das Heft aus dem Juni dieses Jahres ist zu beziehen über den Online-Shop des Kuratoriums Deutsche Altershilfe: www.kda.de

Das niedersächsische Projekt „Ortsbesuche“ setzt deshalb auf Informationsvermittlung zwischen den Kulturen und zeigt dabei, wie wichtig die Vernetzung der Fachkräfte in den Beratungsstellen mit den Migrantenselbstorganisationen vor Ort ist. Wie wichtig die Schulung von Fachkräften ist, erzählt auch Ilana Katz in einem Interview mit Pro Alter. In ihrem Kasseler Pflegedienst betreut sie vor allem russischstämmige Kunden, Holocaustüberlebende und Kriegskinder. Ihre Lebensgeschichten spielen in der Pflegebeziehung eine wesentliche Rolle. Auch im Victor-Gollancz-Haus in Frankfurt steht das interkulturelle Pflegekonzept nicht nur auf dem Papier, sondern ist gelebte Praxis: Hier wurde eine der ersten Wohngruppen für Muslime in Deutschland eingerichtet. Birgit Freudenthal/bif/KDA

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