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Die verschiedenen Pflegetypen im Überblick

Pflegeformen Die verschiedenen Pflegetypen im Überblick

Wer nicht langfristig auf vollstationäre Pflege angewiesen ist, greift auf die Kurzzeitpflege zu. Während der Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld für bis zu acht Wochen im Kalenderjahr zur Hälfte weitergezahlt. Die Kurzzeitpflege kann auch in der stationären Vorsorge­ oder Rehabilitationseinrichtungen in Anspruch genommen werden, die keine Zulassung zur pflegerischen Versorgung nach dem SGB XI haben. Voraussetzung ist, dass die oder der pflegende Angehörige in dieser Einrichtung oder in der Nähe eine Vorsorge­ oder Rehamaßnahme in Anspruch nimmt.

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Quelle: AOK-Mediendienst

Verhinderungspflege

Die Pflegekasse zahlt eine notwendige Ersatzpflege, wenn pflegende Angehörige wegen Urlaubs oder einer Erkrankung ihre Angehörigen nicht pflegen können. Dieser Anspruch besteht für maximal sechs Wochen im Jahr. Dies nennt sich Verhinderungspflege. Während der Verhinderungspflege wird das Pflegegeld für bis zu sechs Wochen im Kalenderjahr zur Hälfte weitergezahlt.

Tages- und Nachtpflege

Die Tages- wie die Nachtpflege zählt zur teilstationären Versorgung. Darunter versteht man die zeitweise Betreuung im Verlauf eines Tages oder einer Nacht in einer Pflegeeinrichtung. Dabei übernimmt die Pflegekasse die Pflegekosten, die Aufwendungen der sozialen Betreuung und die Kosten der medizinischen Behandlungspflege. Darin enthalten sind außerdem die Kosten der morgendlichen und abendlichen Hol- und Bringdienste der Einrichtungen. Die Kosten für Verpflegung sind dagegen darin nicht eingeschlossen.

Gewährt wird teilstationäre Pflege, wenn die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung und Stärkung der Pflege zu Hause erforderlich ist. Die Tagespflege nehmen in der Regel Pflegebedürftige in Anspruch, deren Angehörige berufstätig sind. Darüber hinaus bietet sie für pflegende Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung oft eine bedeutende Entlastungsmöglichkeit. Die Pflegebedürftigen werden meist morgens abgeholt und nachmittags zurück nach Hause gebracht.

Die Höhe der Leistung der Pflegeversicherung für die teilstationäre Tages- und Nachtpflege Pflegebedürftiger beträgt monatlich in der Pflegestufe I bis zu 468 Euro. In der Pflegestufe II sind es maximal 1144 Euro und in der Pflegestufe III bis zu 1.612 Euro. Man kann die Leistungen der Tages- und Nachtpflege mit ambulanten Pflegesachleistungen und/oder dem Pflegegeld kombinieren, ohne dass die Leistungen aufeinander angerechnet werden.

Langzeitpflege

Unter Langzeitpflege versteht man Leistungen in der Pflege, die über einen Zeitraum von vier Wochen hinausgehen. Das Alter des Pflegebedürftigen ist davon unabhängig. Langzeitpflege kann Rehabilitation, häusliche Pflege, soziale Betreuung, Unterbringung sowie Transport, Mahlzeiten und Hilfe bei der Bewältigung des Alltags umfassen. Zum Einsatz kommen, je nach Art und Umfang der Pflegebedürftigkeit, Fachpersonal und Assistenten. Ist trotz Kurzzeit- oder Verhinderungspflege häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend, bleibt für Pflegebedürftige nur die Aufnahme in eine vollstationäre Einrichtung.

Bei häuslicher Langzeitpflege haben die Angehörigen Anspruch auf Beihilfen. Dazu gehören das Pflegegeld, Sachleistungen und Ansprüche wie Rentenbeiträge, Unfallversicherung und Schulungskurse. Besuche des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen sind vorgeschrieben. Pflegeversicherer müssen kostenlose Kurse für Angehörige und Freiwillige anbieten. Andreas Stolte

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