Navigation:
eShop Online-ServiceCenter
Kanada

Toronto - das ist die Höhe!


Die kanadische Metropole Toronto beschleunigt den Puls der Wagemutigen mit einer neue Attraktion: dem „EdgeWalk“.
Blick von den Toronto Islands: Der CN-Tower prägt die Skyline der Stadt – jährlich wird er von 1,5 Millionen Menschen besucht.

Blick von den Toronto Islands: Der CN-Tower prägt die Skyline der Stadt – jährlich wird er von 1,5 Millionen Menschen besucht.

© Schulze

Toronto. Alfred lächelt, als er den Satz sagt, den in Toronto wohl jeder Reiseleiter irgendwann bei seiner Stadtführung mehr oder weniger geschickt anbringt: „Manchmal fahre ich hoch, einfach nur, um ihn nicht immer sehen zu müssen.“ Tatsächlich gibt es kaum einen Ort in der kanadischen Metropole, an dem sich der CN-Tower nicht ins Blickfeld schiebt. CN steht für Canadian National Railway, den Namensgeber des 553 Meter hohen Wahrzeichens der Stadt. Und auch wenn viele Toronter ihre Witze über den Turm machen, sind die meisten doch auch stolz auf dieses Bauwerk.

Um diesen Höhepunkt noch anziehender zu machen, gibt es seit Anfang des Monat eine neue Attraktion für die Attraktion: den „EdgeWalk“. Seit August können Wagemutige in 356 Metern Höhe einmal um den Turm wandern – draußen, freihändig, auf einem 1,50 Meter schmalen Sims ohne Geländer, mit einem dünnen Drahtseil gesichert, das beim Panoramaspaziergang an einer Schiene über den Köpfen mitläuft. Nach Einweisung und kurzem Training dauert das Nerven kitzelnde Erlebnis etwa eine halbe Stunde. Kosten: 175 Dollar, umgerechnet rund 128 Euro. Herzrasen inklusive.

Einzigartig und aufregend

„Der ,Edge Walk‘ bringt die Besucher an ihr Limit – im übertragenen und im wörtlichen Sinne“, heißt es von den Organisatoren, die den luftigen Spaziergang bis Ende Herbst anbieten. Er sei einzigartig und aufregend. Das findet auch Reiseführer Alfred: „Ich gehe da auch raus, aber nur, wenn nicht so viel Wind ist, die meine Frisur zerstört“, sagt der 49-Jährige und freut sich über seinen Witz, der mittlerweile sicherlich auch zu seinem Standardrepertoire gehört.

Der Weg nach oben lohnt sich auch für weniger Tollkühne. Die Fahrt in den Himmel über Toronto dauert 58 Sekunden mit dem gläsernen Aufzug, der an der Außenseite des Turmes emporschnellt. In 346 Meter Höhe hält er auf dem sogenannten Look Out Level, ein paar Stufen führen von hier hinunter zum Glass Floor, auf dem die schwindelfreien Besucher spazieren und bis zum Boden sehen können.

Im Drehrestaurant auf 351 Meter Höhe zieht bei Cocktail, Lachs und Vanilleeis langsam die Stadt vorbei. Inmitten der Wolkenkratzer blitzt die Glasfassade der Royal Bank, die mit Blattgold verkleidet ist. Unterhalb des Turms duckt sich die Sportarena Rogers Center. Winzig erscheinen die Flugzeuge, die den kleinen Toronto Islands Flughafen anfliegen. Weit reicht der Blick über den Ontariosee – sogar die Gischtschleier der Niagarafälle sieht man bei klarer Sicht am Horizont.

Nach einem Menü hat man in der Regel die volle Umdrehung geschafft, und einen ersten Überblick über die Metropole, die mit 5,1 Millionen Einwohnern im Großraum die größte Stadt Kanadas und die viertgrößte Nordamerikas ist. Handels- und Bankenzentrum steht auf ihrer Visitenkarte. Und multikulturelle Metropole – die Hälfte der Toronter wurde außerhalb Kanadas geboren. Menschen aus mehr als 80 Nationen leben heute hier friedlich miteinander und prägen die Stadt.

Sehenswürdigkeiten besitzt Toronto einige – der CN-Tower, die Art Gallery of Ontario, das Royal Ontario Museum, die Hockey Hall of Fame – das eigentliche Toronto aber liegt in den ethnischen Neighbourhoods. Greektown, Chinatown, Portugal Village und Little Italy.

„Bunt und sicher“, beschreibt Alfred, der aus der Schweiz stammt, seine Stadt. „Viele New Yorker Eltern kommen mit ihren halbwüchsigen Kinder hierher, um ihnen eine Metropole zu zeigen, in der man sich nachts auf den Straßen herumtreiben kann, ohne erschossen zu werden“, erzählt er weiter und führt uns zu seinem Lieblingsort – in den St. Lawrence Market, das Multikulti-Herz von Toronto.

Mehrere Dutzend Sprachen fliegen hier von Stand zu Stand. Italiener bieten lautstark Parmaschinken an, Russen preisen ihren Wodka, Neuseeländer verkaufen Honig. Die Atmosphäre ist kleinstädtisch, Alfred grüßt, schwatzt über das Wetter und über den jüngsten Film, den Hollywood gerade nebenan produziert, „weil es in Toronto billiger ist und weil niemand Kabel klaut oder die Stars belästigt“, erklärt er. „Good Will Hunting“, „My Big Fat Greek Wedding“, und „American Psycho“ wurden in Ontarios Hauptstadt gedreht. Auch in der Filmserie „Police Academy“ schiebt sich klammheimlich immer mal wieder der CN-Tower ins Bild.

Ausgangspunkt für Stadtbummel

Mit seiner ungewöhnlichen Form – der markanten, hexagonalen Röhre, die gestützt wird von drei außen laufenden Rippen – wirkt der Turm wie eine Skulptur, der die Richtung vorgibt. Torontos Orientierungsnadel ist aber auch ein empfehlenswerter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel: zum Beispiel zum neuen und alten Rathaus, zur Yonge Street, der quirligen Hauptachse der Stadt, zum Entertainment District mit seinen zahlreichen Bühnen und zur Harbour Front, von der eine Fähre die Besucher stündlich auf die Toronto Islands bringt. Das beliebte Naherholungsgebiet hat mit seinen Fahrgeschäften und Picknickplätzen Jahrmarkt- und Stadtparkcharakter.

Allein schon der Blick auf die Skyline lohnt einen Abstecher ans andere Ufer. Auch hier präsentiert sich natürlich der CN-Tower – abends farbig blau beleuchtet – prominent in der ersten Reihe.

Katrin Schreiter

Weitere Informationen
CN-Tower: www.cntower.ca
Canadian Tourism Commission: www.meinkanada.com

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Gute Gründe nach Ägypten zu reisen

Es ist wieder Frühling, doch damit ist der "Arabische Frühling" von 2011 noch nicht Geschichte. Die Auswirkungen der Revolution in Nordafrika bestimmen nicht nur in Syrien und Libyen das Tagesgeschehen auch in Tunesien und Ägypten, wo bereits Parlamentswahlen stattfanden, sind sie immer noch spürbar, was dazu geführt hat, dass viele Touristen dem Land am Nil lieber fern bleiben. Damit haben sieeinen teuflischen Kreislauf in Gang gebracht.

Kilometer sammeln mit Sammy

Hüpf, Sammy, hüpf: Der neue Schlachtruf der Internetsurfer tönt derzeit durch Blogs und Websites. Denn das niedliche Känguru reist im Rahmen einerInternetaktion durch die virtuellen Weiten der Welt.

Mallorca: Aktivurlaub im Frühling

Im März/April präsentiert sich Mallorca von einer unbekannten, aber umso schöneren Seite: Die Orangen- und Zitronenblüte und sattes Grün tauchen die Baleareninsel in frühlingshafte Farben. Naturliebhaber und Aktivurlauber finden jetzt beste Bedingungen vor, um ausgedehnte Entdeckungstouren zu unternehmen.

Das erste deutsche Online-Hotel steht in Leipzig

Die Abito Suiten gelten als Deutschlands erstes Online-Hotel. Warum? Weil alles komplett automatisch über Chipkarten, Scanner und E-Mail läuft, vom Einchecken bis zum Concierge-Service. Personal ist damit also (fast) unnötig.

Golf spielen in China

Wenn man Sportler/Innen aus China kennt, dann Turner/Innen, Schwimmer/Innen und Tischtennisspieler, aber Golfer aus China? - Fehlanzeige! Warum? In China ist es verboten Golflätze zu bauen. Denn Golfplatzbau sei nicht vereinbar mit einigen wichtigen Anliegen des Präsidenten, darunter der Umweltschutz sowie die Bekämpfung der Notlage der Bauern und der größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich.



Top