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Strecke Göttingen-Ottbergen ab Montag frei

Deutsche Bahn Strecke Göttingen-Ottbergen ab Montag frei

Die Bahnstrecke zwischen Ottbergen und Adelebsen, die in den vergangenen Wochen saniert worden ist, wird am Montag, 7. August, in Betrieb genommen. Das kündigte Udo Diedrich, der das Deutsche Bahn Regionalnetz Harzweser leitet, am Freitag in Adelebsen an. 22,4 Millionen Euro kosten die Bauarbeiten.

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Adelebsen. „Wir haben entlang der eingleisigen, 46 Kilometer langen Strecke 36 Kilometer Gleise und acht Weichen erneuert“, berichtete Diedrich. Die Bahn habe tätig werden müssen. Die Schwellen der seit 1910 bestehenden Trasse seien zum Teil bereits 60 Jahre alt gewesen. Während der wochenlangen Vollsperrung seit Beginn der Schulferien hätten Arbeiter mit Großmaschinen 72.000 Meter Schienen, 55.400 Schwellen und 38.600 Tonnen Schotter verbaut. Teilweise seien auf der Strecke bis zu 230 Menschen gleichzeitig im Einsatz gewesen.

„Im Bereich Offensen, wo wir die acht Meter lange Brücke über den Hessebach komplett erneuert haben, trat in der vergangenen Woche der Bach über die Ufer und überschwemmte die Baustelle“, berichtete Diedrich. Zudem sei während der Unwetter mehrfach der Blitz eingeschlagen. Trotzdem würden sie am Montag fertig. Um 7.34 werde der erste Zug der NordWestBahn von Ottbergen Richtung Göttingen starten, um 9.12 Uhr der erste Zug in die Gegenrichtung.

„Zeitgleich mit den Arbeiten an der Gleisstrecke modernisierte die DB Station & Service den Bahnhof Adelebsen“, führte Marco Schlott aus, der das Bahnhofsmanagent Göttingen/Braunschweig leitet. Es entstand ein 140 Meter langer Mittelbahnsteig. Die beiden 76 Zentimeter hohen Bahnsteigkanten ermöglichen künftig einen stufenfreien Ein- und Ausstieg. Der bisherige Außenbahnsteig wurde zurückgebaut.

Der neue Bahnsteig verfügt über ein Wetterschutzhaus. Das alte Häuschen stand etwas entfernt, was Bahnkunden kritisierten. Sehbehinderte Menschen können sich künftig an einem taktilen Leitsystem am Boden orientieren. Der Bahnsteig lässt sich nun mit Rollstuhl und Rollator, mit Kinderwagen oder Fahrrad barrierefrei erreichen. Vitrinen informieren Fahrgäste über Zugverbindungen. Anzeigetafeln melden mögliche Verspätungen. Um die Energiekosten zu senken, installierte die Bahn LED-Leuchten.

Die Bahnhofsmodernisierung schlug mit 1,3 Millionen Euro zu Buche. Sie ist Teil des Projekts „Niedersachsen ist am Zug! III“. Die Hälfte der Kosten trug das Land. Den Rest brachten Bahn und Bund auf.

„Die Planung für unsere insgesamt 22,4 Millionen Euro teure Baumaßnahme hat drei Jahre gedauert“, sagte Diedrich. Viele Abstimmungen zwischen den beiden Bahn-Töchtern seien für die Bündelung der Arbeiten notwendig gewesen. Auch die NordWestBahn musste eingebunden werden. Adelebsens Kämmerer Gerald Wucherpfennig lobte die Stärkung der Verkehrsinfrastruktur. Das Oberzentrum Göttingen sei nun „außerordentlich gut“ zu erreichen. Der Flecken plane im kommenden Jahr eine Sanierung des Bahnhofvorplatzes.

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