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Haltepunkt Lödingsen soll geschlossen werden

Hille protestiert beim Minister Haltepunkt Lödingsen soll geschlossen werden

Der Bahnhaltepunkt Lödingsen auf der Strecke Göttingen – Paderborn soll nach Vorstellung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen wegfallen. Das hat Ortsbürgermeister Norbert Hille (SPD) bei einem nicht öffentlichen Treffen mit Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) erfahren.

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Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen möchte den Bahnhaltepunkt Lödingsen wegfallen lassen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Lödingsen. „Im Laufe eines Tages steigen in Lödingsen gerade einmal 42 Passagiere in einen der 32 haltenden Züge ein“, berichtete Hille im Ortsrat. Bei so einer schwachen Nutzung könne der Haltepunkt nach Vorstellung der LNVG auch wegfallen, zumal der Adelebser Bahnhof nur fünf Kilometer entfernt liege. Müssten die Züge nicht mehr stoppen, würden sie anderthalb Minuten früher in Göttingen eintreffen, argumentiere die LNVG. Sie stelle auch den Haltepunkt Lenglern und den geplanten Haltepunkt Verliehausen in Frage, erfuhr Hille.

 

Der Ortsbürgermeister, der sich im Vorfeld des Termins mit Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) abgestimmt hatte, reagierte ungehalten. Die Züge führen zwischen Adelebsen und Göttingen oft nicht einmal 60 Kilometer in der Stunde, sagte er. Das Tempo ließe sich durch eine technische Nachrüstung der Gleisanlagen, aber auch durch die Einrichtung beschrankter Bahnübergänge in Emmenhausen und in Richtung Eberhausen erhöhen. In Weende stehe der Zug oft vier, fünf Minuten auf offener Strecke, weil er aufgrund des Fernzugverkehrs nicht in den Göttinger Bahnhof einfahren könne.

 

Unterstützung erhielt Hille vom Landtagsabgeordneten Ronald Schminke (SPD), der Hille über den Termin informiert hatte. Schminke erinnerte an den wichtigen Schülertransport nach Göttingen und warnte davor, den ländlichen Raum weiter abzuhängen.

Nun will die LNVG die Einwände prüfen. Danach soll es einen neuen Termin mit dem Minister geben. Der Ortsbürgermeister appelliert unterdessen an die Bürger, die Bahn häufiger zu nutzen.

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