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Warten auf die Bahn

Adelebsen und Hedemünden Warten auf die Bahn

Ginge es nach den Kommunen, sollte es lieber heute als morgen losgehen. Die Rede ist von den Ende 2014 angekündigten Modernisierungen der Bahnhöfe in Adelebsen und Hedemünden im Rahmen des Programms mit dem Titel „Niedersachsen ist am Zug III“. Doch die Bahn lässt auf sich warten.

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Die Bahnhöfe in Adelebsen (großes Foto) und Hedemünden sollen modernisiert und barrierefrei umgebaut werden - das allerdings dauert in Adelebsen noch bis 2017 und in Hedemünden noch bis 2018.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Adelebsen/Hedemünden. In der dritten Auflage des Programms „Niedersachsen ist am Zug (NiaZ)“ stellen Land, Bahn und Bund bis zum Jahr 2025 rund 147 Millionen Euro in Modernisierung und den barrierefreien Ausbau von zusammen 44 Stationen zwischen Nordsee und Harz zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Bahnhöfe in Adelebsen und Hedemünden sind im NiaZ-III-Programm aufgeführt.

Mit einem Volumen von rund 1,35 Millionen Euro sollen in Adelebsen laut aktueller Auskunft der Bahn ein Mittelbahnsteig mit einer Länge von 140 Metern und 55 Zentimetern Höhe entstehen, dazu eine höhengleiche Zuwegung über Gleis 1, der Hausbahnsteig rückgebaut und Beleuchtung, Wetterschutz und Ausstattung erneuert werden.

„Man hat uns signalisiert, dass es frühestens 2017 was wird“, sagt Adelebsens Ortsbürgermeister Kurt Prutschke (SPD). Darauf hoffen die Adelebser. Sie planen derweil bereits die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, wo eine unter anderem eine Park-and-Ride-Anlage und eine Wendemöglichkeit für Busse geschaffen werden sollen. Im Haushalt für 2017 sollen dafür Mittel bereitgestellt werden, auch ein Förderantrag für Drittmittel sei inzwischen gestellt worden, so Prutschke. Wenn die Bahn allerdings ein Datum nenne, habe er „eine gewisse Grundskepsis“, fügt er hinzu und erinnert an die Erfahrungen bei den Bahnübergängen in Erbsen und Lödingsen.

Im Februar 2015 zitierte das Tageblatt den Hedemündener Ortsbürgermeister Udo Bethke (SPD) mit folgenden Worten: „Seit 50 Jahren hoffen wir auf den Bahnsteigumbau.“ Und auch wenn die Bahn jetzt einen Baubeginn von „voraussichtlich Sommer 2018“ angibt, meint Bethge: „So nah wie jetzt sind wir ja noch nie gewesen.“ Die Planungen hätten sich sehr lange hingezogen und seien auch immer wieder verändert worden. Nicht zuletzt bestehe das Dilemma darin, so Bethge, dass die Bahn vor Jahren Bahnhofsgebäude und Grundstücke verkauft habe. Jetzt sei wieder Grunderwerb nötig.

Seitens der Bahn wird aktuell unter anderem die Erneuerung des Hausbahnsteigs, der Neubau eines Zwischenbahnsteigs Gleis 2 und 3 und der Neubau von zwei Personenaufzügen an einer neuen Unterführung zum Zwischenbahnsteig geplant. Kostenschätzung: rund fünf Millionen Euro. Mit den neuen Plänen seien Stadt- und Ortsrat zufrieden, so Bethge. Und wie in Adelebsen bereitet derzeit auch die Stadt Hann. Münden die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes vor.

NiaZ3-Programm

„Niedersachsen ist am Zug III“ (NiaZ3) ist ein Programm, mit dem Land, Bahn und Bund bis zum Jahr 2025 rund 147 Millionen Euro in die Modernisierung und den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen in Niedersachsen investieren. 44 Stationen stehen in dieser dritten Auflage des Programms auf der Liste. 33 Bahnhöfe befinden sich im Verantwortungsbereich der Landesnahverkehrsgesellschaft, neun im Bereich des Zweckverbandes Großraum Braunschweig und zwei in der Region Hannover. Bei den beiden beiden vorherigen Bahnhofsmodernisierungsprogrammen wurde nach Angaben der Bahn in 15 Jahren etwa eine Viertelmilliarde Euro investiert.

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