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Barteröder bauen Nistplattform im Garten

Für den Storch nur das Beste Barteröder bauen Nistplattform im Garten

Die Barteröder wollen ihren Storch zurückhaben. Und weil der wohl etwas wählerisch ist, haben sie ihm am Karfreitag eine Nistplattform gebaut – mitten im Garten von Conny Wegener.

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Das neue Nest für den Storch.

Quelle: Heller

Barterode/Dransfeld. Alles begann vor einem Jahr. Da ließ sich ein Weißstorch in Barterode am Sportplatz nieder. „Ohne nennenswerte Scheu zu zeigen und sich vom laufenden Trainingsbetrieb stören zu lassen, nutzte dieser die Flutlichtmasten als Ansitz und Nachtquartier“, sagt Jürgen Endres vom Naturschutzbund (Nabu) Dransfeld.

Hohe Ansprüche

Erst ein ausgelassener Disco-Abend sorgte dafür, dass sich der stolze Vogel kurz gen Wibbecke orientierte. „Doch der dortige Sendemast, den er allabendlich bezog, schien seinen Ansprüchen auch nicht recht zu genügen“, sagt Endres. Also kehrte der Weißstorch schon einige Tage später wieder in sein geliebtes Barterode zurück und verbrachte dort den Sommer.

Als der Junggeselle sich Ende Juli gen Süden aufmachte, wollten viele Barteröder ihren gefiederten Neubürger nicht mehr missen – und überlegten, wie sie den Storch bei seiner erhofften Rückkehr zur Gründung einer Familie im Ort überzeugen könnten. Daraus entstand die Idee, ihm eine komfortable Niststätte zu bauen.

Fachlichen Rat holten sich die Naturfreunde, fast allesamt Mitglieder des Nabu, bei Storchexperte Reinald Bode aus Dassel. Und so wurde die Aktion Nestbau im Garten von Conny und Horst Wegener, nur 200 Meter vom Sportplatz entfernt, gestartet. Landwirt Bernhard Dörhage besorgte einen Stamm aus Lärchenholz.

Zusammen ans Ziel

Andreas Weiske fertigte in seiner Tischlerei eine Nistplattform. Horst Wegener entwarf einen stabilen Unterbau für den Mast. Und Andreas Zitter stiftete ein Blech zum Schutz vor Mardern und Waschbären. „Das ist schon faszinierend, wie alle mitgeholfen haben“, sagt Conny Wegener.

Am Karfreitag bauten die Barteröder Storchenfreunde dann alles zusammen und richteten den Mast auf – trotz Regen und Kälte. „Wir müssen dranbleiben, die Störche waren schon hier“, sagte Claudia Weiske. Danach wurde gegrillt. Nur auf allzu laute Musik verzichteten die Barteröder. Man kann ja nie wissen.

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