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„Mahnwache“ ohne Gegendemo

Bündnis „Vielfalt statt Einfalt Adelebsen“ „Mahnwache“ ohne Gegendemo

Das Bündnis „Vielfalt statt Einfalt Adelebsen“ plant für Sonnabend, 9. Juli, eine “Kundgebung für einen weltoffenen Flecken Adelebsen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung”. Dafür gibt es keine Gegendemo zur “Mahnwache” des rechten “Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen” Sonntag.

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Demonstration gegen Freundeskreis.

Quelle: Swen Pförtner

Adelebsen. Bei der Demonstration “für Weltoffenheit, Demokratie sowie gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung” von 15.30 bis 21.30 Uhr werde es ein buntes Rahmenprogramm geben, kündigen die Organisatoren an. Um 16 Uhr gibt es ein Friedensgebet in der Kirche St. Martini, für 17 Uhr ist ein “friedlicher Rundgang für ein buntes Adelebsen zum Rathaus” vorgesehen. Ab 17.30 Uhr gibt es Live-Musik, Redebeiträge, und Infostände auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus

Bündnis werde “nicht über jedes Stöckchen springen”

Hingegen werde das Bündnis “nicht über jedes Stöckchen springen” und die “Mahnwache” am Sonntag mit einer Gegenveranstaltung kontern, erklärt Bündnis-Sprecher Frank Wehmeyer: “Wir werden das Endspiel der EM schauen, in der Hoffnung, dass eine der beiden Endspielteilnehmer unsere Nationalmannschaft ist.”

Die jüngste Mahnwache des “Freundeskreises” am Mittwoch vergangener Woche beschäftigt immer noch die Polizei. An einem in der Torstraße währenddessen geparkten Audi A 3 wurden gegen 20.15 Uhr drei Reifen zerstochen, bestätigt die Polizei entsprechende Angaben des „Freundeskreises.

Zwei Tatverdächtige

Das betroffene Fahrzeug stehe „in direkter Verbindung mit Teilnehmern der Freundeskreis-Versammlung“, so Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz. 
Zwei Personen seien als Tatverdächtige identifiziert worden. Das Tatwerkzeug, ein Klappmesser, sei „in Tatortnähe aufgefunden und sichergestellt“ worden.
Die Polizei ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung.

Weitergeführt wird zudem die Auseinandersetzung zwischen „Freundeskreis“ und der Adelebser Gemeindeverwaltung über die Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses eines „Freundeskreis“-Sympathisanten. Die Verwaltung hatte sich von dem Mann getrennt, als ihr seine politische Ausrichtung bekannt wurde. Die rechte Gruppierung wirft der Gemeindeverwaltung nun „Meinungsfaschismus in Reinkultur“ vor.

Auf der „Mahnwache“ präsentierte der „Freundeskreis“ eine Vereinbarung zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Mann, die als Beleg für ein festes Arbeitsverhältnis präsentiert wurde. Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) erklärt hingegen, die Vereinbarung beziehe sich auf Ausführung von Gärtnerarbeiten auf ehrenamtlicher Basis gehandelt habe. Dass es sich um kein Arbeitsverhältnis gehandelt habe, folge auch daraus, dass in der Vereinbarung nur von Entschädigung, nicht aber von Lohn die Rede sei. Die Entschädigung betrage zudem nur 180 Euro jährlich, was als Lohn ohnehin unzulässig sei.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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