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"Freundeskreis"-Organisator will Landrat werden

Adelebsen "Freundeskreis"-Organisator will Landrat werden

Um die 150 Menschen haben am Mittwochabend in Adelebsen gegen eine als Mahnwache angekündigte Kundgebung des extrem rechten Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen protestiert.

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Demonstration gegen den Freundeskreis in Adelebsen.

Quelle: Swen Pförtner

Adelebsen. Was die meisten Demonstranten wegen ohrenbetäubenden Protestlärms kaum mitbekommen haben dürften: „Freundeskreis“-Organisator Jens Wilke kündigte seine Kandidatur für den Posten des Landrats bei der Kommunalwahl im September an. Sein Wahlkampf werde „schon in der nächsten Woche beginnen“. Tatsächlich begann er schon am Mittwochabend: Wilkes erste Wahlkampfrede setzte sich aus einer Vielzahl rechter bis extrem rechter Parolen zusammen. Dem hielten die Gegendemonstranten zwei Stunden lang lautstark Anti-Nazi-Parolen entgegen. Kreisrat Marcel Riethig erklärte, „wir alle“ müssten den Rechten so zahlreich wie möglich entgegentreten.

Dem "Freundeskreis" war eine Kundgebung vor dem Rathaus verwehrt worden. Begründung: mögliche Lärmbelästigung des nahe gelegenen Alma-Louisen-Seniorenwohnheims. Die Rechten mussten auf einen Parkplatz oberhalb an der Burgstraße ausweichen. Gegendemonstranten versuchten, den einzigen verbliebenen Zugang zum Kundgebungsort der Rechten mit einer Sitzblockade zu versperren. Nach mehrfacher Aufforderung zu gehen, wurden sie von Polizisten weggetragen. Der Freundeskreis, mit etwa 30 Teilnehmern vertreten, hatte ausweislich der Autokennzeichen Mitglieder und Sympathisanten aus den Bereichen Northeim, Eschwege, Kassel und dem Eichsfeld mobilisiert. Sie sahen sich Gegendemonstranten unter anderem aus Göttingen, Dransfeld, Güntersen, Duderstadt und Katlenburg-Lindau gegenüber. 

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