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Ein Willkommen für Neugeborene

Adelebsen Ein Willkommen für Neugeborene

In der Gemeinde Adelebsen gibt es künftig Willkommensbesuche für Familien mit neugeborenen Kindern. Wer besucht wird, erhält kleine Geschenke und eine Mappe mit Informationen über Angebote für Familien.

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Bürgermeister Holger Frase mit einer jungen Familie

Quelle: CH

Drei Kooperationspartner sind an dem Projekt beteiligt: die Gemeindeverwaltung von Adelebsen, die Verwaltung des Landkreises Göttingen und das Familienzentrum St. Martini in Adelebsen. Die Besuche sollen zum einen vorbeugenden Charakter haben, erklärte Gemeindebürgermeister Holger Frase (SPD) bei der Auftaktveranstaltung. Alleinerziehende etwa fühlten sich oft allein gelassen. Sie könnten so früh über bestehende Hilfen informiert werden. Zugleich wiesen die Mappen auf das vielfältige Angebot für Familien hin und zeigten Adelebsen als familienfreundliche Kommune mit Einrichtungen und Organisationen wie Mehrgenerationenzentrum, Familienzentrum, Kinder- und Jugendbüro, Vereinen und Kindertagesstätten.

Für die Landkreisverwaltung erklärte die Leiterin des Jugendamtes, Angela Schmiel-Richter,  die Willkommensbesuche seien der früheste Bestandteil einer ganzen Präventionskette. Im Bereich der Jugendämter habe es in den vergangenen Jahren ein Umdenken bei der Arbeit gegeben. Statt erst bei einer Eskalation in den Familien einzugreifen, sei das Ziel, möglichst früh auf die Familien zuzugehen, damit diese nicht erst die Barriere überwinden müssten, von sich aus zu kommen. Willkommensbesuche gebe es bereits im Landkreis Osterode sowie im Landkreis Göttingen in den Kommunen Staufenberg, Hann. Münden und Dransfeld. Als nächstes sollen Radolfshausen und Bovenden folgen. Die Willkommensbesuche seien eine Grundinvestition in eine lebendige Gemeinde mit gestärkten Kindern und Jugendlichen, sagte Schmiel-Richter.

Für das Familienzentrum sprachen Marion Pfeifer-Kripahle und Mona-Isabelle Hüser.  Die Besuche brächen die Anonymität auf, die es in Gemeinden geben könne, meinte Hüser. Die Menschen müssten nicht auf die offizielle Seite zugehen, sondern diese gehe auf die Familien zu. Die für die Aufgabe geschulten Besucher überreichen in der Gemeinde Adelebsen eine Infomappe, ein handgenähtes Kuschelkissen, einen Kindertee, eine Tasche der Gemeinde und ein kleines Lesestart-Paket der Gemeindebücherei. Die ehrenamtlichen Besucher sollen zugleich ein offenes Ohr für Probleme der Familien haben.

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