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Interesse an Schulgelände

Gemeinderat Adelebsen Interesse an Schulgelände

Am Kauf des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen hat der Flecken grundsätzlich Interesse. Die Verwaltung soll mit dem Landkreis Göttingen in Kaufverhandlungen treten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Rat der Gemeinde am Mittwoch mit großer Mehrheit.

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Quelle: gt

Adelebsen. Eine Stunde lang hatten die Ratsmitglieder zuvor debattiert. Kämmerer Gerold Wucherpfennig machte den Politikern deutlich, dass der Flecken für den Kauf und die Entwicklung der 9000 Quadratmeter großen Fläche eigentlich kein Geld habe. Die Haushaltslage habe sich in den vergangenen Jahren „enorm verschlechtert“, erklärte er. Eine Verbesserung sei nicht abzusehen. „Es kommen auf uns noch viele Ausgaben zu“, so der Kämmerer.

Diese skeptische Sicht teilten nicht nur die CDU und die Gruppe FDP/Pro Barterode. Auch Mitglieder der Mehrheitsgruppe SPD/WG GL äußerten Bedenken. Zwischen einem und 83 000 Euro will der Landkreis für das Grundstück, das er einst von Adelebsen kostenlos für den Bau der Schule zur Verfügung gestellt bekommen hat. Auf 420.000 Euro schätzt der Landkreis die Kosten des Abrisses der Schule. Mögliche Altlasten auf dem Grundstück könnten die Kosten weiter in die Höhe treiben.

Bürgermeister Holger Frase (SPD) bemühte sich daher um eine Konkretisierung des Verhandlungsmandats. Der Kauf solle erst zum 1. Juli 2018 zustanden kommen. So würde der Haushalt 2017 nicht belastet. Sollten die Abrisskosten 420 000 Euro übersteigen, solle sich der Landkreis an den Zusatzkosten mit 50 Prozent beteiligen. Schließlich solle der Flecken den Kauf abhängig davon machen, ob das noch zu erarbeitende Nutzungskonzept die Zustimmung des Landkreises finde. Damit konnte sich Frase allerdings nicht einmal in der SPD durchsetzen.

Andererseits zeigte die Mehrheit der Ratsmitglieder grundsätzliches Interesse an dem „Filetstück“, so SPD-Fraktionschef Michael von Minden. Beim angrenzenden Kindergarten steht eine Erweiterung an. Die Vermarktungschancen von Baugrundstücken sind derzeit gut.

Der Rat beschloss außerdem das 709 Quadratmeter große Grundstück an der Angerstraße 10 für 62 000 Euro zu verkaufen. Auch von drei weiteren bebauten Grundstücken will sich der Flecken auf Initiative der Gruppe FDP/Pro Barterode trennen. Die Einnahmen sollen den Haushalt entlasten. Die Höhe möglicher Kassenkredite für das Jahr 2017 erhöhte der Flecken auf Verlangen des Landkreises von anderthalb Millionen Euro auf 1,85 Millionen Euro.

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