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Wenige Stimmen entscheiden

Knappe Ergebnisse in der Gemeinde Adelebsen Wenige Stimmen entscheiden

Da soll noch mal jemand sagen, dass einzelne Wähler wenig ausrichten können - in der Gemeinde Adelebsen gab es bei der Kommunalwahl gleich mehrere hauchdünne Entscheidungen. Äußerst knapp ging es zum Beispiel in Erbsen zu.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Adelebsen. Hier standen sich die windkraftkritische Wählergemeinschaft Pro Erbsen, die schon vor fünf Jahren das etablierte Parteiensystem durchgeschüttelt hatte, und die von den übrigen Parteien gebildete Wählergemeinschaft Erbsen (WGE) gegenüber. Am Ende trennten gerade 13 Stimmen die beiden Gruppierungen. Die WGE kam auf 387 Stimmen, Pro Erbsen auf 374 Stimmen. In Prozent ausgedrückt bedeutet dies: 50,85 zu 49,15. Damit erhält die WGE drei Sitze, Pro Erbsen bleibt bei wie bisher bei zwei Sitzen. Einer davon entfällt auf Thorsten Hüne, der wiederum den Einzug in den Gemeinderat nur um zehn Stimmen verfehlt hat.

Auch in Barterode lieferte die erstmals angetretene windkraftkritische Wählergemeinschaft Pro Barterode der von den etablierten Parteien aufgestellten Gemeinsamen Liste Barterode (GLB) um Ortsbürgermeisterin Brigitte Bindseil (SPD) einen heißen Kampf, den die GLB mit 52,78 % knapp für sich entschied. Hier gibt es für die GLB vier und für Pro Barterode drei Mandate. Darüber hinaus gelang es Ilona Springer, die im Ortsrat nicht vertreten ist, für Pro Barterode in den Gemeinderat einzuziehen.

Die Erfolge der Windradgegner in der Gemeinde Adelebsen bei der Kommunalwahl sieht Springer als Beleg dafür, dass viele Menschen mit dem Verfahren zur Ausweisung neuer Windrad-Flächen unzufrieden seien. Viele hätten das Gefühl, dass ihre Heimat zerstört werde und fühlten sich ohnmächtig, da ihre Eingaben nicht gehört, sondern einfach vom Tisch gewischt würden. So sei die Kommunalwahl zu der für Barterode versprochenen, dann aber nicht umgesetzten Bürgerbefragung zum Thema Windräder geworden. Es sei schade, dass der Ort über das Thema „so gespalten“ sei, meint Springer. Pro Barterode gehe es aber nicht nur um das Thema Windräder. Die Wählergemeinschaft wolle sich auch darum kümmern, den Ort und das Dorfleben attraktiver zu gestalten.

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