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Schilder für Mitfahrbänke in Adelebsen folgen

Hinsetzen und mitfahren Schilder für Mitfahrbänke in Adelebsen folgen

Seit wenigen Monaten stehen in Adelebsen sogenannte Mitfahrbänke.  Auch wenn die erste Bank bereits offiziell eingeweiht wurde, so ist das Projekt doch noch nicht abgeschlossen.  Denn die Standorte der Bänke können sich noch ändern.

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Holger Frase

Quelle: Heller (Archiv)

Adelebsen. „Die Mitfahrbänke sind ein Teil des Quartierkonzeptes, dass wir derzeit mit den Bürgern zusammen erarbeiten und umsetzen“, erklärt Gemeindebürgermeister Holger Frase (SPD).  Mitfahrbänke, auf die sich Menschen, die kein Auto besitzen, setzen, wenn sie von Autofahren mitgenommen werden möchten - zum Beispiel, wenn sie zum Einkaufen oder zum Arzt wollen. Hierzu soll es in Adelebsen Schilder geben, auf denen die potenziellen Mitfahrer den Autofahren anzeigen können, wohin sie mitgenommen werden möchten - so dass die Autofahrer dann auch anhalten, wenn sie ebenfalls dieses Ziel haben. 

Dennoch gibt es derzeit von Anwohnern Kritik an den Bänken. „Die Idee an sich ist gut, aber die Umsetzung nicht. Denn zum einen wissen die Leute noch nicht, wo die Bänke stehen, und zum anderen sind sie für gehbehinderte Menschen nicht frei zugänglich“, berichtet eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Insbesondere die Bank beim Edeka, Lödingser Straße, stehe auf einem Absatz, der mit einem Rollator kaum zu überwinden sei. Nach Auskunft von Bürgermeister Frase sind die Standorte vom für das Quartierkonzept gegründeten Beirat ausgewählt worden. „Insbesondere hat sich Werner Lindemann, Ortsratsmitglied und Ortsheimatpfleger in Adelebsen, in das Projekt eingebracht“,  sagt Frase. Insgesamt wurden sechs Bänke aufgestellt.

Probleme mit der Sichtbarkeit mancher Bänke

Außer beim Edeka-Markt gibt es nach Auskunft von Patrick Spies von der Energieagentur Region Göttingen, der das Quartierkonzept koordiniert,  noch Bänke beim Rewe-Markt,  Bahnhofsstraße 20,  an der Lechtmer Beeke, Ecke Lödingser Straße, Bamberger Straße  und Lechtmer Straße, in der Nähe des Rathauses, Mühlenanger 16,  vor der Apotheke, Lange Straße 43, und in der Siedlungsstraße gegenüber der Hausnummer 26.

Dass die Bank beim Edeka derzeit auf einem Absatz aufgestellt wurde, hängt laut Frase mit dem Standort zusammen und sei nicht in der Absicht geschehen, irgendjemanden den Zugang zur Bank zu versperren. Doch auch die Standortauswahl wird von der Anwohnerin kritisiert, denn aus ihrer Sicht sind die Bänke von Autofahrern für Autofahrer aufgestellt worden. „Fußgänger sehen zum Beispiel die Bank bei Rewe gar nicht“, sagt die Anwohnerin. Bürgermeister Holger Frase betont, dass die Standorte noch nicht endgültig sind, da man sich noch in einer Probephase befinde: „Wir sind in einem laufenden Prozess, in dem wir auch herausfinden wollen, ob die Bänke angenommen werden oder nicht.“

Hierbei würden auch die Anregungen der Bürger aufgenommen, um herauszufinden in welchen Bereichen es noch Verbesserungsbedarf gebe. Außerdem seien für die Mitfahrbänke noch Schilder geplant, die auf die Bank hinwiesen und Schilder, die Mitfahrer nutzen könnten, um den Autofahrern anzuzeigen, wohin sie wollen. Laut Spies werde es bis zu deren Fertigstellung aber noch mindestens vier Wochen dauern. Derzeit sei das Projekt auch erst einmal nur für Fahrten innerhalb Adelebsens gedacht. Weitere Hinweisschilder wird es nicht geben, erklärt Bürgermeister Frase: „Die Bänke stehen nah beieinander und sind von Bürgern für Bürger gedacht.“

Zwischenbilanz geplant

Ein weiterer Wunsch der Anwohnerin sind Überdachungen für die Bänke: Derzeit müssten die Bänke von den Interessierten erst gesäubert werden, bevor sie sich setzen könnten. Die Bänke zu überdachen, ist nach Aussage des Bürgermeisters derzeit jedoch nicht geplant.  „Hier müssen auch baurechtliche Gegebenheiten beachten werden“, erklärt er.

Frase weist zudem darauf hin, dass das Projekt noch nicht abgeschlossen sei. Und die Bänke auch nur ein Teil der Bemühungen sind, die zur Verbesserung der Mobilität der Bürger beitragen soll. „Am 18. August wird es eine Zwischenbilanz zum Quartierskonzept geben. Bei der Veranstaltung können die Bürger erneut ihre Ideen und Anregungen mit einbringen“, sagt Frase. Mit der Fertigstellung des Quartierskonzeptes rechne er im kommenden Jahr. Dann sollten auch die endgültigen Standorte für die Mitfahrbänke feststehen.

Von Vera Wölk

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