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Sanierung auf Eis gelegt

Turnhalle Güntersen Sanierung auf Eis gelegt

Um die Sanierung der Turnhalle in Güntersen gibt es Irritationen und Streit. Der für dieses Jahr geplante Beginn der Sanierung des Gebäudes ist erst einmal auf Eis gelegt, obwohl Geld im Gemeindehaushalt bereitsteht.

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Norbert Hasselmann (Grüne)

Güntersen. Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne) zeigte sich im Ortsrat überrascht darüber, dass die Gemeindeverwaltung das Projekt kurzfristig erst einmal abgesagt hatte. Er hatte Gemeindebürgermeister Holger Frase (SPD) gebeten, im Ortsrat die Entscheidung zu erläutern.

Die Atmosphäre war dabei zunächst von gegenseitigen Vorwürfen und Unverständnis geprägt. Die Turnhalle versprühe noch den Charme der 1950er-Jahre, Duschen und Umkleideräume seien dringen sanierungsbedürftig, erklärte Hasselmann. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung habe man bereits viele Vorarbeiten geleistet, im aktuellen Gemeindehaushalt stünden 30 000 Euro für das Vorhaben bereit.

Für die kommenden beiden Jahre stünden sogar weitere 70 000 Euro bereit, ergänzte Frase. Bei einer Begehung und Nachkalkulation habe sich jedoch gezeigt, dass allein für dieses Jahr 100 000 Euro und insgesamt bis zu 200 000 Euro für die Sanierung der Halle - ohne den Boden - notwendig seien. Eine zusätzliche Ausgabe in Höhe von 70 000 Euro in diesem Jahr sei jedoch wegen des Haushaltsdefizits in Höhe von knapp 900 000 Euro nicht machbar. Und im Hinblick auf das Gesamtprojekt müsse erst einmal eine gründliche Kalkulation der Kosten erfolgen. Möglicherweise sei am Ende - auch im Hinblick auf die geringeren energetischen Folgekosten - ein Neubau der Halle besser als eine Sanierung.

Bedenken aus dem Ortsrat und dem Publikum, damit könne die Günterser Turnhalle zur Disposition stehen, entgegnete Frase, er werde sich für das Projekt einsetzen - auch gegenüber dem neuen Gemeinderat, der im September gewählt wird und dann über die künftigen Haushalte entscheidet. In der Adelebser Turnhalle könnten unmöglich noch die Gruppen aus Güntersen unterkommen.

Ein Abriss der Halle würde wehtun, meinte Hasselmann. Der Ortsrat habe für seine Verhältnisse in den vergangenen Jahren schließlich schon viel Geld in Sanierungsarbeiten gesteckt. Das Dorf brauche die Halle sehr, nicht nur für sportliche Zwecke, sondern auch für andere Veranstaltungen, da es kein Dorfgemeinschaftshaus gebe.

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