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Schwieriger Beginn für neuen Ortsrat

Adelebsen Schwieriger Beginn für neuen Ortsrat

Die Auseinandersetzungen um eine geplante Windrad-Fläche bei Barterode belasten auch den neu gewählten Ortsrat. Schon bei der Wahl zum Ortsbürgermeister und möglichen Stellvertretern wurden Risse zwischen den beiden in dieser Frage unterschiedlich ausgerichteten Wählergruppen deutlich.

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Barterode. Mit drei Sitzen ist im Ortsrat die windkraftkritische Freie Wählergruppe Pro Barterode vertreten. Die Wählergruppe Gemeinsame Liste Barterode (GLB) um die bisherige Ortsbürgermeisterin Brigitte Bindseil (SPD) hat mit vier Sitzen die Mehrheit. Die Ausweisung einer 140 Hektar großen Fläche für Windräder bei Barterode, die der Gemeinderat mittlerweile beschlossen hat, hatte den Ort tief gespalten. Als Ortsbürgermeisterin und Gemeinderatsmitglied hatte Bindseil dabei immer wieder in der Kritik gestanden. Von Ralf Wasmuth (GLB) wurde sie nun erneut als Ortsbürgermeisterin vorgeschlagen. Mit den vier GLB-Stimmen wurde sie ins Amt gewählt. Die Gruppe Pro Barterode stimmte jedoch geschlossen gegen sie. Bindseil nahm die Wahl an und erklärte, in der vergangenen Wahlperiode habe es viel Spaß gemacht, etwas für Barterode zu schaffen und mit den Bürgern zu arbeiten.

Kontrovers ging es auch bei der Wahl zum stellvertretenden Ortsbürgermeister zu. Claudia Weiske (Pro Barterode) beantragte zunächst, dass die Stellvertreter künftig gleichrangig sein sollten. Bindseil erwiderte, es sei nicht klar, ob es überhaupt zwei Stellvertreter geben solle. Einer sei eigentlich ausreichend. Weiske beantragte daher, zwei Stellvertreter zu wählen, wobei Pro Barterode erneut mit drei zu vier Stimmen unterlag. Als stellvertretenden Ortsbürgermeister schlug Bindseil daraufhin Wasmuth vor.

Christina Hüppe von Pro Barterode brachte dagegen Claudia Weiske von der eigenen Gruppe ins Spiel. Es sei üblich, dass der Stellvertreter der anderen Gruppe des Ortsrates angehöre, lautete ihre Begründung. Mit ihrer Mehrheit setzte daraufhin die GLB ihren Kandidaten durch. Nach der Sitzung zeigte Weiske sich enttäuscht vom Verhalten der GLB und kündigte eine „knallharte Opposition“ an. Bindseil sagte nach der Sitzung, es müsse in Zukunft gelingen, dass die beiden Gruppen für das Dorf zusammenarbeiten.

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