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Verzögerung bei Windpark

Bauausschuss Verzögerung bei Windpark

Dass sich das Verfahren zu einem neuen Adelebser Flächennutzungsplan verzögert, hat Bürgermeister Holger Frase (SPD) am Dienstag im Bauausschuss der Gemeinde bekanntgegeben. Vor allem die Eingaben zu geplanten Windenergiepotenzialflächen machen dem Planungsbüro zu schaffen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Adelebsen. Rund 1300 Eingaben habe es gegeben, diese seien noch nicht ausgewertet. Allerdings zeichne sich ab, dass noch Einzelheiten wie die Begründung für die nicht-Ausweisung von bewaldeten Flächen und die Abstandsregelung zur Wohnbebauung präzisiert werden müssten, erklärte Frase weiter. Angesichts zahlreicher Kritiker der geplanten Windkraftanlage bei Barterode in der Einwohnerfragestunde betonte er außerdem, dass die Gemeinde mit dem Flächennutzungsplan den Windkraftausbau steuern und nicht forcieren wolle.

Von Christoph Höland

Der neue Flächennutzungsplan

Grundsätzlich regelt der Windkrafterlass des Landes Niedersachsen, wo in Gemeinden Windräder gebaut werden können: Ein Mindestabstand von 400 Metern zu Wohnbebauung ist vorgeschrieben, außerdem sind Umweltschutzgebiete tabu.

Weitergehende Regelungen können Gemeinden erlassen, indem sie mindestens 1,25 Prozent der Gemeindefläche als sogenannte Vorrangfläche im Flächennutzungsplan ausweisen. In Adelebsen käme mit der jetzt angepeilten Vorrangfläche Holger Frase zufolge ein Mindestabstand von rund 1200 Meter zustande.

Investoren wie die Stadtwerke Göttingen und der Energieversorger Vattenfall haben schon Interesse bekundet, dort zehn bis 20 Windräder mit einer höhe von bis zu 200 Metern errichten zu wollen. Allerdings ist die Fläche umstritten: Adelebsens Bürgermeister Holger Frase (SPD) berichtet von rund 1300 Eingaben durch möglicherweise betroffene Bürger im Zuge des Auslegungsverfahrens vom Flächennutzungsplan.

Genehmigt wäre die Errichtung der zehn Windräder auf der Fläche auch nach Änderung des Flächennutzungsplans nicht – danach müsste eine Verträglichkeit mit dem Bundesemissionsschutzgesetz erfolgen, die nochmal akribischer mögliche Umweltschäden prüft.

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