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„Man kann alles schaffen“

Pilotprojekt an der Bovender IGS „Man kann alles schaffen“

Als erste Schule in Südniedersachsen hat die IGS Bovenden für Flüchtlingsschüler aus den Sprachlernklassen und deren Eltern zusammen mit der Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ein Pilotprojekt organisiert. Dabei stand die Berufsorientierung im Vordergrund.

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Der Vater der 16 Jahre alten Nashmeen Akkheder informiert sich zusammen mit anderen Eltern und Sprachlernschülern der IGS über Ausbildungsmöglichkeiten.

Quelle: Christina Hinzmann

Bovenden. Den direkten Draht zu den Eltern oder Betreuern bei diesem Schüler-Eltern-Seminar hält Matthias Lubk vom BNW für besonders wichtig. Dass am ersten Treffen des Berufsorientierungsseminars außer den etwa 15 geflüchteten Jugendlichen auch Eltern und Betreuer teilgenommen haben, wertet der BNW-Berufseinstiegsbegleiter als „großen Erfolg“. Beleg dafür seien etwa die konkreten Fragen, die die Teilnehmer stellten.

Zum Auftakt des mehrtägigen Pilotprojektes an der Bovender IGS erfuhren die Mädchen und Jungen am Montag von Lubk zum Beispiel, wie das deutsche Schulsystem aufgebaut ist und welche Wege in eine Berufsausbildung möglich sind. Thomas Schiffner, pädagogischer Mitarbeiter an der IGS, sprach über seinen Werdegang. Als Sohn einer Aussiedlerfamilie habe er einst eine Fünf im Fach Deutsch gehabt. Heute studiere er Deutsch und wolle Deutsch-Lehrer werden. Schiffner machte den jungen Leuten Mut: „Man kann alles schaffen, man muss sich nur Mühe geben.“

Im Anschluss stellten die Jugendlichen Fragen zu ihren Berufswünschen. Erstaunen rief zum Beispiel der Hinweis hervor, dass ein Bäcker nicht erst um 5 Uhr sondern bereits um 2 Uhr in der Nacht zur Arbeit müsse. Einige der Eltern hätten nach Kosten oder Vergütung der Ausbildung gefragt, berichtete Noëlle Kühl, Projekt-Organisatorin an der IGS. Auch hätten viele der Schüler jetzt „konkretere Vorstellungen davon, welchen beruflichen Weg sie für sich gehen wollen“. Dazu beitragen sollen auch die Besuche bei der Firma Zeiss, im Klinikum und im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur, die im Rahmen des Schüler-Eltern-Seminars zur Berufsorientierung noch geplant sind.

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