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„Anfangs hatte ich keine Angst“

Thomas Mai „Anfangs hatte ich keine Angst“

Natürlich habe er schon mal über einen möglichen Überfall nachgedacht, sagt Thomas Mai. Am Montag vor einer Woche hat es ihn nun erwischt. Ein Maskierter überfiel die Bovender Spielhalle, in der der 41-Jährige arbeitet. Mai blieb besonnen, obwohl der Täter mit einem Fleischerbeil auf den Tresen hieb.

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Wurde in der Bovender Spielethek überfallen: Mitarbeiter Thomas Mai blieb wie die drei Kunden ruhig.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Bovenden. Seit fünf Jahren arbeitet Mai in der Bovender Spielethek von Chef Alexander Leinemann. Eine weitere betreibt der Unternehmer in Dransfeld, dazu noch drei in Nordrhein-Westfalen. „Ich bin froh, dass es mit den Überfällen in den letzten zwei Jahren weniger geworden ist“, sagt Leinemann. Jetzt also der Überfall in Bovenden, im vergangenen Jahr war die Spielhalle in Dransfeld Ziel eines maskierten Räubers.

Gut weggesteckt

Doch während dort die mit einer Schusswaffe bedrohte Mitarbeiterin heute nicht mehr als Aufsicht tätig sei, so Leinemann, habe sein Bovender Mitarbeiter den Vorfall offenbar gut weggesteckt.

Der Spielhallen-Inhaber lobt Mais ruhiges und besonnenes Verhalten. Alle seine Mitarbeiter hätten die Anweisung, Geld herauszugeben, wenn sie bedroht werden. So handelte auch der 41-jährige Bovender. Er erinnert sich: „Die Tür ging auf, und der schwarz gekleidete, mit einer Art Sturmhaube vermummte Täter kam herein - in der Hand ein Schlachterbeil“, beschreibt er. Und entgegen seiner bisherigen Vorstellungen eines Überfalls habe der Täter nicht herumgeschrieen oder Panik gemacht. „Ich hatte mir das hektischer vorgestellt“, sagt Mai.

„Anfangs hatte ich keine Angst“, meint er, obwohl die Augen des Mannes verkniffen gewirkt hätten und für ihn zunächst nicht abzuschätzen gewesen sei, ob der Maskierte auf Gewalt aus ist oder nur Geld will. Die drei Kunden an den Spielgeräten seien ebenfalls ruhig geblieben. „Gott sei Dank hat keiner den Helden gespielt“, sagt Mai.

Fahndung läuft noch

Dann aber sei der Täter agressiv geworden, habe mit dem Beil herumgefuchtelt und dieses in die Theke gerammt. „Da hat es Klick gemacht“, so Mai und er habe dem Maskierten einige Scheine gereicht. Mit diesen habe der Täter die Spielhalle verlassen. Mai schloss die Tür ab und informierte die Polizei. Die fahndet noch nach dem Bovender Spielhallen-Räuber.

Laut Auskunft der Göttinger Polizei gab es im vergangenen Jahr vier Spielhallen-Überfälle - zwei in Göttingen, einen in Hann. Münden und einen in Dransfeld. Spielhallen-Inhaber Leinemann betont, dass sich ein Überfall nicht lohne: „In einer Spielhalle ist weniger Bargeld zu holen, als man denkt. Die Mitarbeiter haben nur Zugriff auf etwas Wechselgeld“, sagt er. Und so erbeutete der Bovender Täter auch gerade einmal einen geringen dreistelligen Betrag.

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