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Ist Carsharing für Bovenden möglich?

Antrag der Grünen Ist Carsharing für Bovenden möglich?

„Carsharing - mehr Platz für Lebensqualität in Bovenden“, unter diesem Motto haben die Bovender Grünen vor wenigen Tagen über das Thema informiert. Darüber hinaus wird sich der Rat in seiner nächsten Sitzung mit einem entsprechenden Grünen-Antrag befassen.

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Göttingen ist in Sachen Carsharing bundesweit unter den Top-Städten – nun wird das Thema in Bovenden diskutiert.

Quelle: Christoph Mischke

Bovenden. Aus Sicht der Grünen im Flecken Bovenden sollte überprüft werden, ob Carsharing in Bovenden möglich ist. In ihrem nach Angaben der Grünen-Ratsfrau Petra Jaeckel mit der Mehrheitsgruppe abgestimmten Antrag soll zum einen die Bereitschaft und die Voraussetzungen geklärt werden, unter denen die regionalen Carsharing-Anbieter bereit wären, im Flecken Bovenden Stellplätze für Fahrzeuge einzurichten. Zum anderen soll geprüft werden, wo Stellplätze für Carsharing, möglichst samt Elektrozapfsäule, möglich sind. Vorstellbar wäre nach Ansicht Jaeckels ein Standort beim ehemaligen Taxistand in der Nähe des Rathausplatzes.

Über den Antrag wird der Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitag, 7. April, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Bovenden beraten. Unterdessen haben die Bovender Grünen die drei Göttinger Carsharing-Anbieter zu einer Informationsveranstaltung zum Thema eingeladen. Dort signalisierten sie, dass für den Hauptort Bovenden Carsharing möglich wäre. Auf die Frage, wie viele Kunden benötigt werden, damit sich ein Auto rentiert, nannten die Anbieter unisono die Zahl 40.

Dirk Jahreis vom Grünen-Ortsverband gab eingangs grundsätzliche Informationen über Carsharing, etwa dass sich das bis zu einer jährlichen Fahrleistung von etwa 10 000 Kilometern lohne. Dann stellten Andreas Schmidt (Grünes Auto Göttingen), Christian Feuerhake (Stadtteilauto) und Andreas Behrens sowie Boris Hillmann (beide Yourcar) ihre Unternehmen und Besonderheiten vor. Auf die Frage, ob sie sich ein Carsharing-Angebot für Bovenden vorstellen könnten, stimmten alle drei zu. Schmidt würde zunächst zwei Fahrzeuge an einem festen Standort vorschlagen. Auch Feuerhake spricht von ein bis zwei Autos, die in Bovenden denkbar wären, „gerne auch an verschiedenen Orten im Kernort“, ergänzte er und fügte hinzu, dass ein zentraler Standort Priorität hätte. Hillmann sagte, er würde zunächst die Menschen vor Ort nach ihren Wünschen befragen. In Bovenden sei eine feste Station sinnvoll.

Außerdem hielt der Yourcar-Vertreter andere Carsharing-Modelle für denkbar. Zum Beispiel könnten Privatleute ihr eigenes Auto als Carsharing-Auto ausrüsten, oder aber ein Fahrzeug der Gemeinde könnte als Carsharing-Auto angeboten werden.

Carsharing in Göttingen

In puncto Carsharing ist liegt Göttingen bei der Versorgung der Einwohner auf Platz vier. Das sagt das Städteranking des Bundesverbands Carsharing vom Jahr 2015, das erstmals alle Orte ab 50?000 Einwohner aufführt und die Fahrzeugzahl für jeweils 1000 Einwohner aufführt. Bundesweit führt das Ranking 136 Städte und Gemeinden auf. Carsharing-Hauptstadt mit 2,15 Autos je 1000 Einwohnern ist Karlsruhe, gefolgt von Freiburg (1,11) und Tübingen (1,02).

Direkt dahinter taucht Göttingen mit 0,88 Carsharing-Autos je 1000 Einwohner auf, Platz fünf belegt Heidelberg (0,80), womit die Top fünf alles Universitätsstädte sind. In Göttingen gibt es drei Carsharing-Unternehmen. Ältester Anbieter am Markt ist Stadtteilauto Göttingen (stadt-teil-auto-goettingen.de), das Anfang der 90er-Jahre aus einem Verein hervorging und seit 2006 als GmbH mit Puk-Minicar zusammenarbeitet. Die Autos stehen an 14 dezentralen Standorten im Stadtgebiet.

1998 gegründet wurde Grünes Auto Göttingen (gruenes-auto.de), das zurzeit etwa 80 Fahrzeuge an festen Stationen hat. Die Hälfte der Wagen kann ohne Vorabbuchung geliehen werden. Seit 2015 gibt es Yourcar (yourcar-carsharing.de). Die zurzeit 34 Fahrzeuge – überwiegend mit Erdgasantrieb – haben keine festen Standorte, sondern können beliebig im Stadtgebiet abgestellt werden. Per Online-Karte lässt sich der nächstgelegene Standort finden. Das nennt sich „freefloating“-System. be

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