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Asche: Geheimnis der Kirchenruine lüften

Im Mai gehen die Arbeiten weiter Asche: Geheimnis der Kirchenruine lüften

An sieben Wochenenden ist 2015 an der Ruine der früheren Wüstungskirche am Kirchberg bei Asche gegraben worden. Mauerreste deuten auf den früheren Grundriss hin. Doch vielleicht verbirgt sich darunter sogar noch eine Vorgängerkirche. Der Geschichtsverein will die Geheimnisse der Ruine lüften.

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An sieben Grabungswochenenden sind 2015 Teile der Grundmauern der Wüstungskirche bei Asche freigelegt worden.       

Quelle: Heller

Asche. Zurzeit ist die Grabungsstätte abgedeckt, berichtet Initiator Frank Wiese. Stroh schützt die freigelegten Mauern vor der winterlichen Witterung, dazu sichern Holzrahmen und Planen die Ausgrabung. Vermutlich Ende April, Anfang Mai beginnt die zweite Grabungssaison. Die aktiven Mitglieder des eigens gegründeten Geschichtsvereins Asche/Fehrlingsen um Frank Wiese und die Archäologen der Firma Streichardt und Wedekind wollen zum Beispiel den Kirchenboden durchstoßen.

„Damit wollen wir sehen“, so Wiese, „ob wir eine Vorgängerkirche finden“. Der Geologe, der großen Wert auf die wissenschaftlich saubere Dokumentation der Grabung legt, weiter: „Wir hoffen auch, Fundamente eines Taufsteins zu finden.“ Das wäre spannend, meint er, denn dann käme man der Idee einer Pfarrkirche näher. Auf eine Pfarrkirche könnte auch ein Friedhof hinweisen. Dafür wiederum sprechen Zahn- und Zehenknochen, die bereits außerhalb der Kirchenruine gefunden wurden.

Über die frühere Kirche am Kirchberg bei Asche und die sie umgebende Wüstung sei kaum etwas bekannt. Sie sei nie wissenschaftlich bearbeitet worden, so Wiese, auch finde sich fast nichts in Archiven. Umso spannender ist für die Beteiligten, welche Geheimnisse sich durch die Grabungen noch lüften lassen. Wiese kündigt an, dass sich zwei Bachelor-Arbeiten mit dem Ascher Kirchberg befassen werden. Ein Geografie-Student plant ein dreidimensionales Modell des Kirchberges, wovon sich Wiese und der Geschichtsverein Erkenntnisse über die Geländestruktur versprechen. Eine zweite Arbeit solle den Konflikt zwischen Forstwirtschaft und Denkmalschutz zum Thema haben.

Die erste Grabungssaison im vergangenen Jahr war möglich, weil die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim das Vorhaben mit 12 000 Euro förderte. Doch spätestens Mitte 2016 seien diese Mittel erschöpft. Daher müsse der Verein weitere Geldquellen auftun.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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