Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
„Schwarze Null“

Bovendens Kämmerer vor weiterer Kreditaufnahme „Schwarze Null“

Positive Nachrichten, aber auch mahndende Worte hat der Bovender Kämmerer den Mitgliedern des neuen Gemeinderates bei der Einbringung des Etat-Entwurfes für 2017 mit auf den Weg gegeben. Bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen seien sämtliche Investitionen kritisch auf Notwendigkeit zu prüfen.

Voriger Artikel
Bovender Gemeinderat nimmt seine Arbeit auf
Nächster Artikel
Martinsmarkt mit Kunsthandwerk, Kinderkleidung und Kalender
Quelle: R

Bovenden. Kiefer sprach von der guten Konjunkturlage und den dadurch steigenden Steuereinnahmen. „Weiterhin scheinen die Konsolidierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre endlich Wirkung zu zeigen“, so der Kämmerer. Daher sei „in diesem Jahr zumindest eine schwarze Null“ und der Haushaltsausgleich auch ohne Auflösung von Rückstellungen wie etwa im Vorjahr möglich. Insoweit sei die Haushaltslage des Flecken Bovenden als positiv zu bezeichnen.

Kiefer riet jedoch zu einer konsequenten Haushaltskonsolidierung. Überschüsse sollten konsequenz in den Abbau der Altschulden fließen, statt sich zusätzliche Aufwendungen zu leisten. „Spielraum für weitere Investitionen ist nicht v orhanden“, betonte der Kämmerer. Die für 2017 im Haushaltsentwurf vorgesehenen Investitionen in Höhe von fast 4,5 Millionen Euro seien auf einem Niveau, „welches wir uns bei einer Kreditaufnahme von über 3,4 Millionen Euro dauerhaft nicht leisten können“, so Kiefer. Allein das „extrem niedrige Zinsniveau“ lasse diese Neuverschuldung überhaupt zu, wobei eine uneingeschränkte Genehmigung des Haushaltes durch die Aufsichtsbehörde keinesfalls sicher sei.

Auch im Ausblick auf die Folgejahre sei die bereits jetzt eingeplante Neuverschuldung zu hoch, so Kiefer. Mit den Investitionen, die in die mittelfristige Finanzplanung eingestellt seien, erreichte der Schuldenstand im Jahr 2019 knapp 24 Millionen Euro - das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von über 1600 Euro.

Nahezu die Hälfte der Mittel, die für 2017 für Investitionen eingeplant sind, fließen in den Neubau der Kindertagesstätte am Wurzelbruchweg - die mit Abstand größte Investition des Fleckens. Weiterhin sieht der Etat-Entwurf folgende Maßnahmen vor: Erneuerung des Walls an der Weende (215 000 Euro), Brandschutz an der Grundschule Reyershausen (430 000 Euro), Sanierung der Straße Unterer Hainberg in Eddigehausen (175 000 Euro), Brandschutz für die Glückauf-Halle in Reyershausen (166 000 Euro) sowie Neubau Feuerwehrgerätehaus und Dorferneuerung in Billingshausen (150 000 und 137 000 Euro). Kiefer: „Sämtliche Investitionen sind kritisch auf Notwendigkeit zu überprüfen.“ Nicht alles, was wünschenswert oder gar erforderlich sei, sei letztlich auch finanzierbar.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Jagd in der Region Göttingen