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Orient hat mehr zu bieten als Krieg

Märchen aus 1001 Nacht Orient hat mehr zu bieten als Krieg

„Mit dem Orient verbinden wir heute Migranten, Krieg und Terror“, sagt Thomas Minzloff. Mit einer Ausstellung über Illustrationen zu den Märchen aus „1001 Nacht“ versuchen er und die Kulturfreunde Bovenden einen anderen Akzent zu setzen. Am Sonntag eröffnete er die Ausstellung in der Galerie am Thie.

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Quelle: Peter Heller

Bovenden. Ein grünes Zelt steht in einem der Ausstellungsräume in Bovendens Alter Schule Auf dem Thie 2. Auf Lederkissen können Besucher an intarsienverzierten Tischchen Tee aus bauchigen Gläsern trinken. Ausgaben der Märchensammlung liegen zum Lesen und Betrachten der Bilder bereit. Dutzende weiterer Ausgaben liegen in den Vitrinen. An den Wänden hängen Illustrationen.

„1704 erschien die erste Übersetzung der Märchen in eine westliche Sprache“, weiß Minzloff. Der Franzose Jean-Antoine Galland habe sie veröffentlicht. Seither hätten die Märchen die Phantasie zahlreicher Illustratoren angeregt. Der Antiquar zeigt gleich mehrere alte französische Ausgaben. Großformatig und detailreich sind die Bilder, die der englische Maler Walter Crane zu den Geschichten Aladdin oder Ali Baba und die 40 Räuber schuf. „Für den Vertreter der Arts and Crafts-Bewegung waren Bild und Text gleichwertig“, erläutert Minzloff. Opulent farbig sind die Illustrationen, die Kay Nielsen, ein Vertreter des Art Deco, in den 20er-Jahren schuf. Sie wurden erst 1970 veröffentlicht.

Info

Die Ausstellung ist bis zum 6. November dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr zu sehen.

Den Grundstock der Ausstellung bilden 35 Originale des Berliner Grafikers Horst Lemke. Minzloff erwarb sie im vergangenen Jahr. Anfang der 60er Jahre sind diese erotischen Darstellungen entstanden. In der Alten Schule sind sie in einem eigenen Raum zu sehen. „Im Orient sind die Märchen heute bei der Mehrheit der Beölkerung nicht besonders populär, weil in ihnen Alkohol getrunken wird und die Frauen unverschleiert das Haus verlassen“, bedauert Minzloff.

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