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Bovender Ortsteile, Teil 8: Gute Anbindung, gesunde Infrastruktur im Kernort Bovenden

„Wir liegen optimal“ Bovender Ortsteile, Teil 8: Gute Anbindung, gesunde Infrastruktur im Kernort Bovenden

Rund 14 350 Menschen leben im Flecken Bovenden. Die 1000-jährige Burg Plesse ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Wie lebt es sich in den acht Bovender Ortsteilen, und was zeichnet sie aus? Heute der achte und letzte Teil: Bovenden, Namensgeber und Zentrum der Fleckengemeinde

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Im Sommer ein Treffpunkt: Werner Hungerland und Ulrich Klingelhöfer im umgestalteten Altdorf Bovenden.

Quelle: Heller

Bovenden. Wer nach Bovenden zieht, bekommt nicht nur Dorfleben frei Haus. Über die Bundesstraße 3 sind sowohl die Universitätsstadt samt weiterführender Schulen, Klinikum und Bahnhof sowie das benachbarte Nörten Hardenberg und die A7 schnell anzusteuern.

„Wir liegen optimal: Die Stadt, ICE und Flughäfen sind gut erreichbar“, sagt Werner Hungerland, christdemokratischer Ortsbürgermeister und gebürtiger Bovender. Ein alter Fachwerk-Dorfkern, das angrenzende Leinetal und ausgedehnte Waldgebiete setzen den Gegenpol.

Infrastrukturelle Lücken in den anderen Ortsteilen des Fleckens schließt der Kernort nicht nur durch sein Gewerbegebiet. Es gibt eine offene Ganztagsschule im Ortszentrum und eine Integrierte Gesamtschule nebst Kinderkrippen, Kindergärten und Schulkinderhaus. Dort residiert auch, umringt von Geschäften, die Gemeindeverwaltung.

Die medizinische Versorgung ist mit einem Dialysezentrum, fünf Arzt- und vier Zahnarztpraxen sowie der Nähe zur Stadt Göttingen angemessen. Was den Bovendern fehle – ein Mangel der regelmäßig auch in den politischen Gremien beklagt wird – sei ein Augenarzt, berichtet Hungerland.

Der Ortsbürgermeister ist überzeugter Bovender, „hier habe ich eine tolle Infrastruktur, viele gute Freunde, eine nette Familie und ein schönes Grundstück“, beschreibt der 65-Jährige, warum ihm niemals in den Sinn kam, wegzuziehen. Für Ulrich Klingelhöfer, ebenfalls Alt-Bovender und seit 2014 Ortsheimatpfleger, steckt der Ort zudem voller spannender historischer Entwicklungen. Nach dem zweiten Weltkrieg sei beispielsweise die Einwohnerzahl des Dorfes sprunghaft angestiegen, „hier sind viele Flüchtlinge hängengeblieben“, erklärt der 66-Jährige – was auch dem Vereinleben zugute gekommen sei.

Heutzutage wächst Bovenden immer noch. Allein von 2010 bis 2015 kletterte die Einwohnerzahl um mehr als 200 Menschen. Mitte des vergangenen Jahres waren 7033 Bovender registriert. Was vor allem auf die Ausweisung des großen Baugebietes Dannensee in bester Ortslage zurückzuführen ist. Die Weichen für weitere 80 Bauplätze wurden im vergangenen Jahr gestellt.

Für leerstehende Häuser etwa im Altdorf finden sich ebenfalls schnell Käufer. Der Charakter des alten Ortskerns hat sich laut Hungerland durch die noch laufende Altdorfsanierung im Zuge des „Stadtumbaus West“ – zum Positiven gewandelt, „es sieht viel freundlicher aus“. Nicht nur junge Familien heiße der Flecken in Bovenden willkommen. Rund 80 Wohnungen für Senioren seien in den vergangenen Jahren im Ortskern entstanden, berichtet er.

Ausdrücklich lobt der Kommunalpolitiker die Aktivitäten der Gemeindeverwaltung in all diesen Bereichen. Viele Wünsche für künftige Projekte hat der Ortsbürgermeister nicht, nur dass „das gute Verhältnis“ zu den Mitarbeitern im Rathaus bestehen bleiben möge. Und dass bei allen Aktivitäten im Kernort die anderen Dörfer nicht vergessen werden, „wir dürfen die Ortsteile nicht abhängen“.

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