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Plesse-Turm bleibt vorerst eingerüstet

Mauerwerk stärker zerstört als gedacht Plesse-Turm bleibt vorerst eingerüstet

Weil das Mauerwerk stärker zerstört ist als gedacht, kann die Sanierung des Dicken Turms der Burg Plesse nicht wie vorgesehen abgeschlossen werden. Das hat das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen mitgeteilt. Der Turm bleibt daher bis Frühjahr eingerüstet.

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Der Plesse-Turm in Bovenden bleibt vorerst eingerüstet.

Quelle: CH/Archiv

Eddigehausen. Anfang November sollten die Sanierungsarbeiten am Dicken Turm der Burg Plesse abgeschlossen sein. Das war der Plan, als im Mai mit dem Facelifting begonnen wurde. Und noch im August schien es, als könnte der Zeitplan eingehalten werden. „Die zerstörte Bausubstanz und die Baukonstruktion der Innentreppenanlage, die Abdichtungs- und Holzkonstruktion der Aussichtsplattform sowie Innen- und Außenmauerwerk wurden aufwendig saniert“, fasst Wisam Alsalami, zusammen. „Ebenfalls wurde eine verbesserte Regenwasserentwässerung der Aussichtsplattform realisiert“, ergänzt der Projektleiter beim Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen.

Vor einigen Tagen kam die Behörde zu der Erkenntnis, dass das Schadensbild es nicht zulasse, „die Putzarbeiten am Dicken Turm wie geplant fertigzustellen“, erklärt Baugruppenleiterin Anett Janiszewski. „Nachdem der Putz am Außenmauerwerk entfernt wurde, traten großflächige Zerstörungen bis in eine Tiefe von 40 Zentimetern hervor“, sagt sie und ergänzt: „Dadruch stieg der Sanierungsaufwand und damit auch die geplante Bauzeit erheblich.“

Die größeren Schäden am Mauerwerk wirken sich auch auf die Sanierungskosten aus. Janiszewski gibt die Mehrkosten mit rund 45 000 Euro an. Damit lägen die Kosten für seit 2015 laufenden Sanierungsmaßnahmen an der Burg Plesse bei nunmehr insgesamt 695.000 Euro.

Um das historische, zwischen 1,75 und 4,30 Meter dicke Mauerwerk vor Witterungseinflüssen zu schützen, müsse ein Außenputz hergestellt werden, teilt Janiszewski mit, der jedoch genügend lange trocknen müsse, „damit er fachgerecht abbinden kann“. Hierfür sei eine durchgehende Außenlufttemperatur von mindestens fünf Grad Celsius wichtig. „Aufgrund des hohen Risikos einer schlechten Trockenzeit und der aktuellen Wetterverhältnisse“, so die Baugruppenleiterin weiter, habe sich das Staatliche Baumanagement dazu entscheiden, die Putzarbeiten erst im Frühling 2017 auszuführen. Der Turm bleibt bis dahin über den Winter eingerüstet und mit Planen eingehüllt, um Regen von der Fassade abzuhalten und damit die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk ausdiffundieren könne. Immerhin, so kündigt Janiszewski an, soll der Turm ab dem 7. November über den ganzen Winter begehbar sein.

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