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„Dinge, die das Herz erfreuen“

Ausstellung der Bovender Kulturfreunde „Dinge, die das Herz erfreuen“

„Alles, was es in groß gab, gab es auch in klein“, sagt Uta Eckstein. Die Bovenderin zeigt Stücke ihrer stattlichen Puppen- und Spielzeugsammlung in der neuen Ausstellung der Bovender Kulturfreunde. Die Schau in der Galerie am Thie wird am Sonntag, 27. November, um 15 Uhr eröffnet.

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Uta-Eckstein-mit-Käthe-Kruse-Puppen.

Quelle: Eichner-Ramm

Bovenden. „Geliebt, gesammelt und bewahrt - Puppen und Spielzeug aus alter Zeit“ lautet der Titel der letzten Ausstellung des Jahres, die die Bovender Kulturfreunde in der Galerie Am Thie in der Alten Schule Bovenden, präsentiert. Bei den Exponaten handelt es sich um Sammlerstücke von Uta Eckstein und von Thomas Hackel. Die 75-jährige Bovenderin sei „die Seele der Ausstellung“, sagt Thomas Minzloff von den Kulturfreunden. Er freut sich, dass er Eckstein für die Ausstellung gewinnen konnte.

Von Kindesbeinen an habe sie allerlei zusammengetragen, was mit Puppen und Spielsachen zu tun hat, sagt die Bovenderin über „die große Fülle an Dingen, die das Herz erfreuen“. Eine solch große Sammlerin wie sie, meint Minzloff, „wird man in der Region so schnell nicht wieder finden“.

Absolute Neuheit auf dem Puppenmarkt

Eckstein will die Besucher über die Ausstellungsstücke informieren. Zum Beispiel darüber, dass die Käthe-Kruse-Puppe, seinerzeit eine absolute Neuheit auf dem Puppenmarkt war - ein Kind für das Kind. In den Vitrinen sind viele Käthe-Kruse-Puppen zu sehen - darunter „eine Rarität“, wie Eckstein sagt. In einer der Puppenstuben stehen Puppenstubenpuppen aus der Fertigung von Käthe Kruse. „Die gab es nur in kleiner Stückzahl und sie werden weltweit kaum angeboten“, berichtet Eckstein. Oder Friedebald und Ilsebill, deutsche Puppenpärchen aus den 30-er-Jahren mit blondem Haar. Oder die einzige lachende Käthe-Kruse-Puppe, laut der Sammlerin „ein Schlenkerchen“ aus den 20-ern. Oder zwei kleine Soldatenpuppen von 1016, die ebenfalls von Käthe-Kruse gefertigt hat.

Gründerzeit und Biedermeier

Darüber hinaus hat Eckstein einige Puppenstuben aufgebaut und mit vielen Details bestückt, die es beim Betrachten zu entdecken gibt. Die kleinen Darstellungen häuslichen Lebens reichen vom erzgebirgischen Marktstand (etwa 1900) über den Kolonialwarenladen (1890), die Puppenschule aus den 1930er-Jahren, die Küche aus der Gründerzeit, die Biedermeierstube bis hin zum 50er-Jahre-Wohnzimmer.

Zu jedem ihrer Sammlerstücke kann die Bovenderin eine Geschichte erzählen. Zum Beispiel wie sie mit ihrer Schwester nach dem Krieg den kleinen Puppenstubenherd entzündete und in einem Minitopf Nudeln kochte. Oder wie sie bei einem England-Aufenthalt eine Motschmann-Baby-Puppe mit Wachskopf von 1860 auf einer Antiquitätebörse kaufte. Sie ist laut Eckstein das älteste Exponat der Ausstellung in der Galerie am Thie.

Ausstellung „Pupen und Spielzeug aus alter Zeit“
Die Ausstellung „Puppen und Spielzeug aus alter Zeit“ der Kulturfreunde Bovenden wird am Sonntag, 27. November, um 15 Uhr mit einer Einführung von Uta Eckstein eröffnet. Dann sind die Exponate in der Galerie Am Thie in der Alten Schule in Bovenden, Auf dem Thie 2, bis zum 29. Dezember dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich. Am ersten Weihnachtsfeiertag bleibt die Schau geschlossen. Thomas Minzloff von den Kulturfreunden Bovenden weist darauf hin, dass für Besucher am zweiten und dritten Adventssonntag die Möglichkeit besteht, eigene Lieblingspuppen mitzubringen und vorzustellen. Wer die Ausstellung mit Handpuppen bereichern möchte, kann sich bei Minzloff, Telefon 0551/838000 oder per E-Mail an info@kulturfreunde-bovenden.de melden. be
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