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Ganz in Weiß

Dinner im Freien Ganz in Weiß

Sommerlich, leicht, leuchtend und edel: Das Weiße Dinner in Bovenden hat eine besondere Atmosphäre ausgestrahlt. Zum zweiten gemeinschaftlichen Picknick mit selbstgemachten Leckereien kamen am Sonnabend gut 20 Besucher – alle ganz in Weiß gekleidet.

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Besonderes Dinner in Bovenden: draußen und ganz in Weiß.

Quelle: Peter Heller

Bovenden. Weiße Luftballons in Hecken und Büschen, weiße Kerzen in Gläsern im Gras, dazu weiße Hortensien und Rosen als stimmungsvolle Dekoration auf weiß gedeckten Tischen. Festlich und edel wirkte das Picknick im Karl-Lies-Park. Auf klassische Picknickdecken wurde verzichtet, dafür saßen alle ganz gemütlich auf Stühlen und Bierbänken an langen Tischen.

Aus Bovenden, Parensen und Göttingen kamen die Besucher. So wie das Frischluft-Mobiliar und die Deko hatten sie auch Getränke und selbstgemachtes Essen mitgebracht, das einladend an einem Bufett angerichtet war. Die Picknick-Gesellschaft ließ es sich gut gehen. Entspannt saßen alle zusammen, plauderten und lachten, den leichten Wind im Haar. Ein idyllisches Bild.

Wie schon im vergangenen Jahr hatte Ruth Wilkens wieder das für jedermann offene Picknick initiiert. Beim ersten Dinner kamen rund 50 Gleichgesinnte, dieses Mal waren es gut 20. „Auch wenn keiner gekommen wäre, hätten wir es trotzdem gemacht“, sagt Wilkens lachend. „Hauptsache, es macht allen Leuten Spaß.

Die Leute sollen sich zusammensetzen, Spaß haben und etwas essen.“ Überdies solle das Picknick auch Altdorf und Neudorf zusammenbringen. Der „Deckel“, wie der auf dem B3-Tunnel liegende Park auch genannt wird, biete sich geradezu an dafür. Ein großes Lob, so die Ruheständlerin, gelte auch der Gemeindeverwaltung, die, das Bürgerengagement unterstützend, sogar extra ein Dixi-Klo am Rande des Parks aufgestellt habe.

Die Idee zum Picknick kannte Wilkens, die sich sonst auch ehrenamtlich in der Arbeiterwohlfahrt (Awo) engagiert, aus Städten wie Hamburg und Kiel, und aus dem Nachbarort Angerstein. Dort gab es beim ersten Dinner eine große Beteiligung, beim zweiten spielte das Wetter nicht mit und beim dritten und dann auch letzten Dinner war die Beteiligung nicht so gut. Die Idee des „Dîner en blanc“ soll aus dem Paris des Jahres 1988 stammen.

Mit einem weißen Hütchen sitzt Rosemarie Wüstefeld in einer rege plaudernden Damen-Runde. Bereits im vergangenen Jahr war sie gekommen, nun ist sie wieder im Karl-Lies-Park dabei: „Weil᾽s Spaß macht.“

"Das ist mal was anderes"

Schon in Angerstein als Teilnehmerin und ebenfalls beim ersten Weißen Picknick in Bovenden, ist auch Renate Hahn wieder gekommen. „Das ist mal was anderes. Ganz ungezwungen. Jeder kann das machen, was er möchte und es kostet auch nichts“, sagt die 70-jährige Bovenderin. Auch ihre Schwiegertochter setzt sich noch dazu und zwischendurch kommt auch der Enkel mit einem Freund vorbei.

Sommerlich, leicht, leuchtend und edel: Das Weiße Dinner in Bovenden hat eine besondere Atmosphäre ausgestrahlt. Zum zweiten gemeinschaftlichen Picknick mit selbstgemachten Leckereien kamen am Sonnabend gut 20 Besucher – alle ganz in Weiß gekleidet.

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„Mal etwas anderes“, bringt es Gerda Tauber auf den Punkt, warum sie auch beim diesjährigen Weißen Dinner wieder mitmacht. Auch ihre Enkelin Malina Tauber gesellt sich vorübergehend dazu. „Man sitzt mit allen zusammen und redet über verschiedene Themen, wozu man auch etwas sagen kann“, so die 13-Jährige.

Dass allmählich dunklere Wolken aufzogen, nahm die abendliche Gesellschaft gelassen. Als es dann doch anfing zu regnen, waren auch ganz schnell Schirme zur Hand. Ein weißes Picknick inmitten einer bunten Schirmlandschaft.

Von Karola Hoffmann

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