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Ein Bühnenbild des Lebens

Schüler und Flüchtlinge Ein Bühnenbild des Lebens

Wie stelle ich mir mein Leben in Deutschland vor? Zu dieser Frage haben Schüler an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bovenden Bühnenbilder im Maßstab 1:25 gestaltet. Das Besondere: Die vier Paare bestehen aus je einem deutschen Schüler und einem Flüchtling.

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Chriss Djakou (links) und Abbas Achlaqi inmitten ihrer Traumwelt, die sie gemeinsam erarbeitet haben.

Quelle: Lieske

Göttingen. „Wir möchten beide was mit Pflege machen, deshalb das Krankenhaus“, sagt Chriss Djakou. Er und der aus Afghanistan stammende Abbas Achlaqi haben gemeinsam ein zweigeteiltes Bild entworfen. Auf der rechten Seite das Krankenhaus, das an eine Miniatur der Göttinger Universitätsklinik erinnert, und auf der linken ein Wohnhaus.

„Jeder will doch ein Haus, Sicherheit und Geborgenheit“, sagt Djakou. Der 17-Jährige ist bereits zum zweiten Mal dabei. „Kreativ sein ist immer cool, und es macht einfach Spaß“, findet er.

Ausstellung

Am Freitag, 11. März, haben Interessierte die Möglichkeit, sich die Bilder im Werkraum der IGS-Bovenden, Wurzelbruchweg 13, anzusehen. Von 10 bis 12 Uhr präsentieren die Schüler ihre Werke und stehen für Gespräche bereit.

„Fast fertig“, urteilt derweil Achlaqi über ihre Arbeit. Nur die Außenanlagen brauchen noch ein wenig Feinschliff. Ein Beachvolleyballfeld und ein kleines Beet legen er und Djakou mit Sand und Leim vor dem Wohnhaus an. Vor dem Krankenhaus liegt ein idyllischer See mit Blumen, Baum und Bank. Sogar eine kleine Ente versteckt sich hinter einem Busch.

„Die Schüler sollen Bühnenbilder aufgrund ihrer Träume gestalten“, sagt Steffen Mutschler über das Projekt. Mutschler ist Bühnen- und Kostümbildner in Göttingen und betreut die Jugendlichen bei der Arbeit. Finanziert wird das Projekt vom Landkreis und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen. Das Miteinander stehe hier ganz besonders im Vordergrund: „Integration soll idealerweise auf Gegenseitigkeit beruhen“, so Mutschler.

Miteinander gearbeitet haben auch Fillmon Glmalem aus Eritrea und Felix Böttner. Sie haben einfach alle ihre Interessen zusammengebracht. Weil beide in der Stadt leben möchten, haben sie eine Häuserzeile mit Wohnhaus, Disco, Labor und PC-Raum gestaltet. „Er will Chemiker werden und ich Informatiker“, erklärt Böttner die Idee. Ein Fußballfeld und viel Grün dominieren das Bühnenbild. „Es hat sich einfach alles ergeben“, sagt Glmalem zu den Einzelheiten.

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